Tennis

Kohlschreiber "will noch einmal zurückkommen"

Kein baldiges Karriereende in Sicht

Kohlschreiber "will noch einmal zurückkommen"

Philipp Kohlschreiber will "auf jeden Fall" weitermachen.

Philipp Kohlschreiber will "auf jeden Fall" weitermachen. imago images

Für die deutschen Tennisspieler heißt es derzeit "Bitte warten". Der Spielbetrieb ist bis Ende Juli ausgesetzt, viele Beobachter glauben gar erst an eine Wiederaufnahme im kommenden Jahr. Angesichts der guten Entwicklung in Deutschland können die Profis aber - anders als in vielen anderen Ländern - zumindest wieder trainieren.

Das gilt auch für Kohlschreiber, der sich derzeit in der Tennis-Base Oberhaching fit hält. Für den 36-Jährigen ist die aktuelle Situation angesichts des nahenden Karriereendes eine durchaus schwierige. "Vielleicht gibt es in meinem Alter den ein oder anderen, der sich sagt: 'Das tue ich mir nicht mehr an' und aufhört", meinte der Augsburger gegenüber der "Süddeutschen Zeitung". Für ihn selbst gelte das jedoch nicht: "Ich will noch einmal zurückkommen, auf jeden Fall."

Kohlschreiber will auf Turniere verzichten

Dass dies für einige Akteure aufgrund der fehlenden Einnahmen nach der Corona-Pandemie nicht mehr möglich sein wird, dürfte auch Kohlschreiber bewusst sein. Daher kann der Deutsche der Idee des Hilfsfonds auch einiges abgewinnen: "Ich finde die Idee grundsätzlich gut." Allerdings hätte die Idee eine Schwäche: "Pauschal zu sagen, die Platzierung der Spieler ist ausschlaggebend, finde ich nicht gut. Es sollte kein Multimillionär Geld aus dem Fonds erhalten, nur weil er ein Jahr verletzt war."

Von Verletzungen war Kohlschreiber in seiner Laufbahn meistens verschont geblieben. Zu Beginn des Jahres musste der Weltranglisten-74. bei den Australian Open aber wegen einer Bauchmuskelverletzung aufgeben. "Ich weiß, dass das Ende naht", hatte der Routinier damals gemeint - aus diesem Grund gepaart mit dem grassierenden Coronavirus will Kohlschreiber in Zukunft auch auf einige Turniere verzichten und stattdessen in der Nähe seiner Heimat aufschlagen: "Ich würde nicht überall hinfahren. Es ist sicher leichter, irgendwo aus Europa nach Hause zu kommen, als wenn ich in Asien feststecke."

kon