Bundesliga

Borussia Dortmund - Mit Can und Reyna nach Wolfsburg

Wieder mehr Optionen für Favre

BVB reist mit Can und Reyna nach Wolfsburg

Emre Can

Für die Partie in Wolfsburg wieder eine Option: Emre Can. picture alliance

Lucien Favre bietet sich vor der Partie in Wolfsburg am Samstag (Anstoß 15.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) wieder ein deutlich größerer Handlungsspielraum als zuletzt. Emre Can und Giovanni Reyna, die gegen Schalke beide pausieren mussten, sind wieder arbeitsfähig und gehen mit auf die Reise in die VW-Stadt. Weiter in Geduld üben müssen sich Axel Witsel (Faserriss) und Marco Reus, der nach jetzt dreieinhalb Monaten Ausfallzeit bisher nicht mit der Mannschaft trainiert. Favre äußert aber die Hoffnung, dass Reus "uns bis zum Saisonende noch helfen kann".

Bei seiner Spieltagspressekonferenz, zu der Medienvertreter ihre Fragen vorher schriftlich einreichen mussten, ließ sich Favre nicht in die Karten schauen, ob ihn die Rückkehr von Can und Reyna (der gegen Schalke von Beginn an spielen sollte) zu einem Umbau seiner Startelf veranlassen wird. Dringender Handlungsbedarf besteht nicht: Thomas Delaney und Mo Dahoud gaben im Kernbereich des Mittelfeldes zuletzt keinen Anlass zur Klage, "sie haben es sehr gut gemacht", bestätigt Favre. Weil Jadon Sancho aber ins Team zurückdrängt, könnte der Trainer Julian Brandt eine Position zurückziehen. Oder Thorgan Hazard eine Auszeit gönnen.

Dass drei Tage nach Wolfsburg schon Spitzenreiter Bayern München wartet, schieben Dortmunds Verantwortliche noch weit weg. "Wir sollten uns nur auf Wolfsburg konzentrieren", mahnt Sportdirektor Michael Zorc, "das wird schwierig genug. Deutlich schwieriger als es das Heimspiel gegen Schalke war." Wolfsburg sei in einer "sehr guten Verfassung", betont Zorc, "bevor wir über Bayern reden, sollten wir erst Wolfsburg gespielt haben."

Häufung von Muskelverletzungen

Mit einiger Sorge betrachtet man beim BVB die Häufung von Muskelverletzungen in den vergangenen Wochen. Für Favre ist das "keine große Überraschung" und eine unmittelbare Folge der besonderen Corona-Umstände: "Das ist eine Gefahr. Du trainierst nicht normal, immer nur in kleinen Gruppen und plötzlich - vier, fünf Tage vor einem Meisterschaftsspiel - musst du ganz anders trainieren. Eins gegen eins, Zweikämpfe, Zweikämpfe in der Luft und am Boden, hin und zurück."

Wie wichtig in diesem Zusammenhang eine exakt austarierte Belastungssteuerung innerhalb des Kaders ist, machte Zorc deutlich. Das sei ein Thema, das den "kompletten Trainerstab sehr beschäftigt", verrät er. Als große Hilfe sieht der BVB-Sportdirektor an, dass mit dem Re-Start der Bundesliga bis zu fünf Wechsel möglich sind. "Das hilft", meint Zorc, "wir werden jeden Spieler brauchen bis Ende Juni, wenn dann hoffentlich die Saison beendet ist."

Götze wird nicht mehr gebraucht

Mario Götze hatte dieses Gefühl - gebraucht zu werden - zuletzt nicht mehr. Obwohl gegen Schalke Can, Witsel und Reyna ausfielen, musste Götze sich mit einem Drei-Minuten-Einsatz begnügen. Favre macht dafür vor allem die aktuelle Dortmunder Grundordnung (3-4-3) verantwortlich: "Das ist nicht das ideale System für ihn. Man muss die Wahrheit sagen." Götzes Vertrag läuft aus, er wird den BVB verlassen.

Thomas Hennecke

kicker.tv Hintergrund

"Man muss die Wahrheit sagen..." - Favre über Götzes Chancen

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