3. Liga

Preußen Münster: Müller-Rensmann wird Hygienebeauftragter

Mannschaftsarzt Müller-Rensmann wird Hygienebeauftragter

Preußen Münster: "Müssen uns leider dem Willen des DFB beugen"

Stehen dem Re-Start ablehnend gegenüber: Mannschaftsarzt Cornelius Müller-Rensmann und Geschäftsführer Malte Metzelder.

Stehen dem Re-Start ablehnend gegenüber: Mannschaftsarzt Cornelius Müller-Rensmann und Geschäftsführer Malte Metzelder. imago images

Dass die Verantwortlichen des SCP der Wiederaufnahme des Spielbetriebs kritisch gegenüberstehen, hat Preußen-Geschäftsführer Malte Metzelder bereits mehrfach betont. Die Mitteilung des DFB vom Donnerstag, die 3. Liga ab 30. Mai über die Bühne bringen zu wollen, sorgte in Münster wegen des "erhöhten Termindrucks" für zusätzlichen Unmut. "Durch den enormen zeitlichen Druck muss der SC Preußen nun schnellstmöglich ein Trainingslager organisieren und finanzieren sowie mit den im Hygienekonzept festgeschriebenen Testungen beginnen", heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Das Hygienekonzept des DFB schreibt zudem einen Hygienebeauftragten in jedem Klub vor. Diese Aufgabe wird nun Teamarzt Müller-Rensmann übernehmen, der im Hauptberuf eine Orthopädie-Praxis in Münster leitet. "Die Stelle als Hygienebeauftragter ist für mich mit erheblichen Risiken verbunden, doch wir mussten nun schnell eine tragfähige Lösung finden", erklärt der Sportmediziner. "Diese Tätigkeit neben der Praxis auszuführen, gelingt mir nur, indem ich meinen Jahresurlaub aus dem Sommer in den Juni verlege und mir täglich zeitliche Freiräume schaffe", so Müller-Rensmann weiter.

Er ist weiterhin der Meinung, "dass eine Wiederaufnahme des Spielbetriebes in Anbetracht der Risiken und des erheblichen Aufwandes nicht sinnvoll ist". Aber: "Wir müssen uns leider dem Willen des DFB beugen und den Spielbetrieb wieder aufnehmen." In neun Tagen sind die Preußen, die bislang nur in Kleingruppen trainierten, zuhause gegen den Halleschen FC (31. Mai, 14 Uhr, LIVE! bei kicker) gefordert.

cfl