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Giuseppe-Meazza-Stadion darf abgerissen werden

Behörden in Mailand erteilen Erlaubnis

Giuseppe-Meazza-Stadion darf abgerissen werden

Das altehrwürdige Giuseppe-Meazza-Stadion im Mailänder Stadtteil San Siro darf abgerissen werden.

Das altehrwürdige Giuseppe-Meazza-Stadion im Mailänder Stadtteil San Siro darf abgerissen werden. imago images

Die beiden Mailänder Großklubs Inter und AC wollen gemeinsam eine neue Spielstätte bauen. Das legendäre Giuseppe-Meazza-Stadion im Stadtteil San Siro soll - wenn es nach diesen Plänen geht - abgerissen werden. Dem steht nun nichts mehr im Wege. Die Behörden haben keine Einwände. Die Arena sei von "keinem kulturellen Interesse" und stehe daher nicht unter Denkmalschutz.

Neubau für 1,2 Milliarden Euro

Inter und Milan hatten im vergangenen Juli dem Mailänder Gemeinderat eine Machbarkeitsstudie für die Errichtung eines neuen Stadions in Sesto San Giovanni vorgestellt. Die Investitionen für die neue Arena werden auf 1,2 Milliarden Euro taxiert. Durch eine eigene Arena wollen sich die beiden Traditionsklubs zusätzliche Einnahmequellen erschließen.

Inter Mailand - Vereinsdaten

Gründungsdatum

09.03.1908

Vereinsfarben

Blau-Schwarz

AC Mailand - Vereinsdaten

Gründungsdatum

16.12.1899

Vereinsfarben

Rot-Schwarz

Die Renovierung des altehrwürdigen Stadions sei zu kostspielig, daher solle ein Neubau her. Das neue Stadion soll dem Vernehmen nach 60.000 Zuschauern Platz bieten. Derzeit verfügt das Giuseppe-Meazza-Stadion über eine Kapazität von 80.000. Seit seiner Eröffnung im Jahre 1926 ist es die Heimstätte des AC, Inter zog 19 Jahre später ein.

Ganz besondere Erinnerungen mit dem Stadion, das im Volksmund San Siro genannt wird, verbindet der FC Bayern München. 2001 gewannen die Münchner dort das Champions-League-Finale gegen den FC Valencia und holten erstmals nach 25 Jahren wieder den Henkelpott. Und auch der FC Schalke erinnert sich gerne: 1997 holten die Knappen in diesem Stadion den UEFA-Pokal.

Erfolglose Proteste

Der erste Ring des Stadions war 1926 errichtet worden, der zweite 1960 und der dritte zur WM 1990. Gegen den Abriss des Meazza-Stadions hatten mehrere Persönlichkeiten protestiert, darunter der langjährige Milan-Eigentümer Silvio Berlusconi.

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