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Jürgen Klopp vom FC Liverpool: "Es ist wirklich schön zurück zu sein"

Englischer Tabellenführer FC Liverpool darf wieder trainieren

Klopp: "Es ist wirklich schön zurück zu sein"

Jürgen Klopp ist Trainer des FC Liverpool.

Hat seine Spieler zurück auf dem Trainingsplatz begrüßt: Reds-Coach Jürgen Klopp. imago images

In Kleingruppen ist der FC Liverpool wieder ins Training eingestiegen. Die Chance auf eine sportliche Entscheidung um die englische Meisterschaft auf dem Platz ist damit deutlich größer geworden. Doch es gibt auch heftige Kritik und Ängste.

Die Fans des FC Liverpool konnte Jürgen Klopp schnell beruhigen. "Sie müssen sich keine Sorgen machen: Die Jungs sind in bester Verfassung", sagte der deutsche Trainer des Premier-League-Tabellenführers. Der Trainingsbeginn am Mittwoch nach neun Wochen Coronavirus-Pause soll der Grundstein für den heiß ersehnten Gewinn der ersten englischen Fußballmeisterschaft nach 30 Jahren sein. Die Sorge der Reds-Anhänger vor einem Saisonabbruch oder Formverlust von Mohamed Salah & Co. werden immer kleiner. Die Hoffnungen auf eine Entscheidung auf dem Rasen dagegen immer größer.

Trainersteckbrief Klopp
Klopp

Klopp Jürgen

Spielersteckbrief J. Henderson
J. Henderson

Henderson Jordan

Spielersteckbrief Salah
Salah

Salah Mohamed

Spielersteckbrief van Dijk
van Dijk

van Dijk Virgil

Premier League - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
FC Liverpool
82
2
Manchester City
57
3
Leicester City
53

"Wir sind bereit. Und es ist wirklich schön zurück zu sein. Die Jungs sind in bester Stimmung, es wird viel gelacht", berichtete Klopp. Und tatsächlich: Auf verbreiteten Bildern waren die Profis mit breiten Grinsen zu sehen - darunter etwa Virgil van Dijk, Jordan Hemderson oder Klopp selbst. Der Vorsprung der Reds auf Titelverteidiger Manchester City beträgt derzeit 25 Punkte. Aus den noch verbleibenden neun Partien müssen die Liverpooler lediglich zwei Siege für den ohnehin schier sicheren 19. Meistertitel holen.

Klopp denkt an die Einschulung zurück

In Kleingruppen wird vorerst wieder im Trainingszentrum in Melwood auf den Titel-Coup hingearbeitet. "Perfekt, absolut perfekt", sagte Klopp nach der ersten Einheit. Die Aussicht auf den möglichen Re-Start sorgte beim Ex-BVB-Coach zudem für Kindheitsgefühle: "Ich bin früher aufgewacht als sonst, und dann wurde mir klar: Es ist der erste Tag. Es war wie vor dem ersten Schultag. Der war zwar vor 46 Jahren, aber so muss es sich angefühlt haben."

Jürgen Klopp hat früher Mainz 05 und Borussia Dortmund trainiert.

Bereitet sich mit dem FC Liverpool auf den noch nicht fix terminierten Re-Start der Premier League vor: Jürgen Klopp. imago images

Wann es in der seit Anfang März unterbrochenen Premier League zum Neustart kommt, ist derweil noch nicht final geklärt. Die britische Regierung hatte in der vergangenen Woche den Weg für eine Fortsetzung des Ligaspielbetriebs freigemacht. Bedingung dafür sind strenge Sicherheitsvorkehrungen, zudem darf die Zahl der Corona-Infizierten in England nicht wieder steigen.

Bisher galt eine Fortsetzung am 12. Juni als wahrscheinlich. Laut Medienberichten könnte sich dieser aber um eine weitere Woche verzögern. "Daily Mail" hatte berichtet, dass die Saison daher bis zum 22. August verlängert werden soll. "Wir bereiten uns auf die Zukunft vor. Wann die Zukunft beginnt, wissen wir noch nicht", sagte Klopp. Die kommenden Wochen wird der FC Liverpool daher wie eine normale Saisonvorbereitung angehen, auch wenn Testspiele fehlen werden.

Es ist ihre eigene Entscheidung und wir respektieren das zu 100 Prozent.

Jürgen Klopp über besorgte Spieler

Besorgte Profis, wie es sie zum Beispiel beim FC Chelsea (N'golo Kanté) oder beim FC Watford (Troy Deeney, sein fünf Monate alter Sohn leidet an Atembeschwerden) gibt, hätten in dieser Phase laut Klopp übrigens vollste Unterstützung. "Ich habe meinen Spielern gesagt: Normalerweise unterschreibst du einen Vertrag und musst dabei sein, wenn ich es dir sage. Aber in diesem Fall musst du nicht hier sein, wenn du dich nicht sicher fühlst", erklärte der LFC-Coach bei "Sky". "Es gibt keine Einschränkungen, keine Bestrafung, nichts. Es ist ihre eigene Entscheidung und wir respektieren das zu 100 Prozent."

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mag/dpa

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