2. Bundesliga

Grammozis: "Mit dieser Art und Weise wird es schwer"

Darmstadt will gegen St. Pauli eine Reaktion zeigen

Grammozis: "Mit dieser Art und Weise wird es schwer"

Dimitrios Grammozis

"Eine Mannschaft muss während eines Spiels leben": Dimitrios Grammozis fordert eine Reaktion auf die 0:2-Niederlage in Karlsruhe. imago images

"Die Spieler waren dabei sehr selbstkritisch und haben verstanden, dass es mit dieser Art und Weise sehr schwer wird, in der 2. Liga Punkte zu holen. Wir waren nicht zielstrebig genug", erklärte Dimitrios Grammozis im digitalen Mediengespräch am Donnerstag. Das 0:2 beim KSC, die erste Niederlage seit dem 1. Dezember, wurde auch anhand einer Videoanalyse aufgearbeitet und abgehakt.

Schon in den Trainingseinheiten unter der Woche registrierte der Lilien-Coach eine Reaktion auf die Enttäuschung vom vergangenen Wochenende. "Uns hat in den vergangenen Spielen unsere Energie ausgezeichnet. Das haben wir in Karlsruhe vermissen lassen. In den Trainingseinheiten haben die Jungs wieder diese Energie an den Tag legt. In den letzten Einheiten vor dem Spiel müssen wir das noch einmal auf dem Platz bringen und dann natürlich auch am Samstag umsetzen", betonte der 41-Jährige.

Zum Lernprozess gehörte auch, sich mit der Geisterkulisse in den Stadien anzufreunden. Um die Atmosphäre zu spüren, fand auch das Training an diesem Donnerstag im Böllenfalltor statt. "Wir haben in Karlsruhe gemerkt, wie wichtig es ist, sich ohne Zuschauer gegenseitig noch mehr zu pushen und sich zu unterstützen. Wir müssen uns verbal noch mehr anmachen - im positiven wie im negativen Sinne. Eine Mannschaft muss während eines Spiels leben. Das wird am Samstag entscheidend sein, um die Partie gegen St. Pauli zu gewinnen", sagte Grammozis. Einen Heimvorteil sieht der Deutsch-Grieche trotz des bekannten Umfelds nicht: "Die Zuschauer waren ein ganz wichtiger Grund für unsere Serie am Böllenfalltor. Andere Vereine haben aber genau das gleiche Problem."

Belastungssteuerung? "Drei Spiele in sechs Tagen sind sehr knackig"

Mit Blick auf die anstehende englische Woche wird die Trainingsintensität dem Spielrhythmus angepasst. Und auch während der 90 Minuten dürften mehr Akteure zum Einsatz kommen als gewohnt. "Wir werden schauen, wie wir die Belastung auch im Hinblick auf Spielminuten steuern", erklärt Grammozis. "Schließlich haben wir die Möglichkeit, fünfmal während einer Partie zu wechseln, was ein Vorteil ist. Man wird sehen, inwieweit eine Rotation möglich ist. Drei Spiele in sechs Tagen sind sehr knackig."

Für Rechtsverteidiger Matthias Bader, der schon in Karlsruhe wegen muskulärer Probleme passen musste, könnte ein Einsatz zu früh kommen. Der Winterneuzugang konnte noch nicht beschwerdefrei trainieren. Mit Fabian Holland, der die Geburt seines Sohnes erwartet, könnte unter Umständen auch der etatmäßige Linksverteidiger am Samstag (13 Uhr) fehlen. Dagegen ist Braydon Manu, der im Sommer aus Halle kam und seitdem auf sein Lilien-Debüt wartet, wieder voll einsatzfähig. "Er ist hat das Mannschaftstraining komplett mitgemacht. Ich bin froh, dass er wieder dazugestoßen ist, weil er uns in der Offensive eine Option mehr bietet", stellt Grammozis dem 23-jährigen Linksaußen Einsatzminuten in Aussicht.

Moritz Kreilinger