Bundesliga

Borussia Mönchengladbach - Zakarias Zukunft: Eberl ist optimistisch

Gladbach: "Dann hat er richtig Bock, weiter bei uns zu sein"

Zakarias Zukunft: Eberl optimistisch

Denis Zakaria

Umworbener Mittelfeldmann: Denis Zakaria. imago images

Der Endspurt läuft bei den Vorbereitungen auf das Heimspiel gegen Bayer Leverkusen. Und das bedeutet auch: Nochmal aufs Tempo drücken beim Installieren der mittlerweile weltweit bekannten Fan-Doppelgänger. Über 12.000 "Pappkameraden" sind bereits aufgestellt im Borussia-Park. In den folgenden Tagen und Wochen wird die Zahl auf rund 20.000 Kunstofffiguren steigen.

Marco Rose ist auch unter den Pappkameraden, er hat seinen Doppelgänger bereits gesichtet. Er steht auf der Nordkurve hinter dem Tor in der Nähe von Alassane Plea. "Eine coole Idee, sehr witzig. Wir alle haben schon viel geschmunzelt", sagte Rose am Donnerstag. Vielleicht inspiriert der Blick auf die Tribünen ja Borussias Spieler, denn der Stellenwert des Heimspiels gegen Bayer Leverkusen ist enorm. Bei einem Sieg könnten die Fohlen den Abstand zur Werkself und damit zu Platz 5 auf fünf Zähler ausbauen. "52 Punkte zum jetzigen Zeitpunkt sind großartig. Wir haben eine herausragende Ausgangssituation im Kampf um die Europa League und die Champions League. Am Samstag wollen wir Leverkusen weiter auf Distanz halten", erklärte Sportdirektor Max Eberl auf der Pressekonferenz.

Rose: "Überdurchschnittlich gute Leistung" nötig

Der Sportdirektor erwartet ein Aufeinandertreffen von zwei "spielfreudigen und offensivstarken Mannschaften". Im Hinspiel setzten sich die Borussen 2:1 durch. Damit es nochmal klappt sei "eine überdurchschnittlich gute Leistung" nötig, betonte Rose. Seine Gegneranalyse: "Leverkusen spielt ähnlich intensiv wie wir, wenn es gegen den Ball geht. Sie zeigen ein unglaublich starkes, präsentes Gegenpressing und laufen generell hoch an. Mit dem Ball versuchen sie sehr viel Dominanz auszuüben und verfügen ein sehr hohes Tempo." Die Leverkusener eben nicht ins Tempo kommen zu lassen, sei eines der Erfolgsrezepte für Samstag. Rose weiter: "Wir brauchen den Ball, wir brauchen Kontrolle, das wird wichtig sein. Ich glaube, dass wir ihnen defensiv auch Schmerzen bereiten können."

Johnson fällt nach wie vor aus

Fehlen wird weiterhin Fabian Johnson, der seine muskulären Probleme noch nicht überwunden hat. Und natürlich Denis Zakaria nach einer Knieoperation. Über dessen Zukunft wird seit Monaten viel spekuliert. Doch gerade die Teilnahme an der Champions League würde der Borussia helfen, damit der Schweizer den Verlockungen der noch größeren Klubs, gerade aus England und Spanien, widersteht. In Gladbach läuft Zakarias Vertrag bis zum Sommer 2022. Weil keine Ausstiegsklausel existiert, hat der Klub das Heft in der Hand. Am Donnerstag versprühte Eberl Optimismus, was einen Verbleib des Mittelfeldspielers angeht. "Wir haben nie darüber gesprochen, dass Denis im Sommer nicht mehr bei uns ist, sondern davon, dass er noch zwei Jahre Vertrag hat", sagte Eberl. Zwar zurzeit nicht sportlich, aber anderweitig helfe der Schweizer, "dass wir eine großartige Saison bestmöglich beenden können. Und ich weiß, dass Denis dann richtig Lust und Bock hat, weiter bei uns zu sein und hier seine weiteren Schritte zu gehen. Er hat eine großartige Entwicklung genommen."

Vertragsverlängerung Wunsch des Vereins

Die Borussen, das ist schon länger bekannt, wollen den Vertrag mit dem Schweizer Nationalspieler sogar am liebsten sofort verlängern. Eberl bestätigte noch einmal: "Wir sind daran interessiert, ihn noch länger bei uns zu behalten. Das ist unser Wunsch. Wir hoffen, dass wir ihn nächste Saison wieder gesund bei uns haben. Dann liegt es an uns als Verein, wie lange es am Ende sein wird."

Jan Lustig

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