Tennis

Toni Nadal: "Im Moment ist Federer der Beste"

Auch viel Lob für Djokovic

Toni Nadal: "Im Moment ist Federer der Beste"

Der Schweizer Roger Federer ist für Toni Nadal der beste Tennisspieler der Welt.

Der Schweizer Roger Federer ist für Toni Nadal der beste Tennisspieler der Welt. imago images

Es war im Jahr 2017, als Toni Nadal sich endgültig als Coach seines Neffen Rafael Nadal verabschiedete und das Trainerzepter vollständig an Carlos Moya übergab. Seither läuft es beim mittlerweile 19-maligen Grand-Slam-Sieger wieder völlig nach Wunsch, doch Rafael Nadal wird nicht müde zu betonen, dass sein Onkel der Hauptgrund für die vielen Erfolge in seiner Karriere sei.

Der aktuelle Weltranglistenzweite gilt als einer der besten Tennisspieler aller Zeiten und als jener Mann, der Roger Federer in dessen Laufbahn vor die größten Herausforderungen stellte - im direkten Vergleich liegt der Spanier sogar mit 24:16 in Führung. Toni Nadal hält in einem Gespräch mit "Eurosport" dennoch den Schweizer für den größten Tennisspieler aller Zeiten: "Im Moment ist Federer der Beste. Vielleicht auf einer Stufe mit Rod Laver. Aber auch Rafa kommt ihm sehr nahe." Ohnehin würde ihn das Spiel des 20-maligen Grand-Slam-Siegers beeindrucken: "Er ist ein wunderbarer Spieler. Wäre ich nicht der Onkel oder Coach von Rafael, würde ich wollen, dass Federer alle Spiele gewinnt. Ich mag, wie er spielt, weil er sehr elegant, aber auch effektiv ist."

"Für uns war es immer schwieriger, gegen Djokovic zu spielen"

Für seinen langjährigen Schützling hätte es in seiner Karriere aber eine noch größere Herausforderung gegeben: Novak Djokovic. "Für uns war es immer schwieriger, gegen Djokovic zu spielen. Wenn wir gegen Federer spielten, hatten wir immer einen Plan. Bevor Rafa auf den Platz ging, wussten wir, was zu tun ist, um ihn zu schlagen", erklärte der 59-Jährige. Das sei bei Direktduellen mit dem Serben anders gewesen: "Da wussten wir oft nicht genau, was wir machen müssen."

Blickt man auf das Head to Head zwischen Djokovic und Nadal, lassen sich die Aussagen durchaus nachvollziehen: Djokovic liegt in der direkten Bilanz mit 29:26 Siegen knapp voran. Auf die Frage, wer denn der beste Spieler aller Zeiten sei, habe das gemäß Toni Nadal jedoch keinen Einfluss. Viel wichtiger dürfte in dieser Hinsicht wohl die Anzahl der gewonnenen Grand-Slam-Turniere sein. In dieser Liste führt Federer mit 20 Titeln knapp vor Nadal (19) und Djokovic (17). Der Serbe kündigte jedoch bereits an, den Grand-Slam-Rekord auf jeden Fall knacken zu wollen.

kon