Regionalliga

"Die Zertifizierung ist massiv gefährdet"

FSV Frankfurt: Crowdfunding für den Nachwuchs

"Die Zertifizierung ist massiv gefährdet"

Ersatzbank des FSV Frankfurt

Der FSV Frankfurt hofft in der Coronakrise auf finanzielle Unterstützung für sein Nachwuchsleistungszentrum. imago images

Der langjährige Zweitligavertreter hat vor einer Woche die Aktion "Du für die Jugend des FSV Frankfurt" ins Leben gerufen und hofft, Spenden in Höhe von 30.000 Euro zusammenzutragen. "Durch die steigenden Auflagen und die Einnahmeausfälle in Folge der Corona-Krise ist die Zertifizierung für die kommende Saison massiv gefährdet", erklärt Geschäftsführer Patrick Spengler.

Der Verein aus dem Frankfurter Stadtteil Bornheim, in dessen NLZ sechs haupt- und 40 ehrenamtliche Mitarbeiter rund 170 Nachwuchsspieler von der U11 an aufwärts betreuen, bietet sogenannte Give-Backs an. Ab einer bestimmten Summe können Förderer eine Gruppeneinheit bei Cheftrainer Thomas Brendel absolvieren, an einem Freundschaftsspiel gegen das Traditionsteam teilnehmen oder sich die Mailbox von ihrem Lieblingsspieler aus dem Profikader besprechen lassen. "Uns ist wichtig, Unterstützern eine Gegenleistung zu bieten", so Spengler, der hofft, mit den Geldern aus der Aktion die erneute Lizenzierung als DFB-Leistungszentrum stemmen zu können.

Neben dem FSV verfügen nur sieben weitere Regionalligisten über ein zertifiziertes NLZ: Kickers Offenbach, 1. FC Saarbrücken, SV Elversberg (alle Regionalliga Südwest), Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen (beide RL West), Energie Cottbus und Rot-Weiß Erfurt (beide RL Nordost). Die Thüringer beispielsweise sammelten 2018 über eine Initiative des Fanrates per Crowdfunding Geld für das klubeigene NLZ. In den Oberligen unterhalten einzig die Stuttgarter Kickers ein zertifiziertes Zentrum.

Benni Hofmann

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