2. Bundesliga

Bielefeld besteht beim HSV - VfB verliert auch in Kiel

Club tritt auf der Stelle - Darmstadt düpiert St. Pauli

Bielefeld besteht beim HSV - VfB verliert auch in Kiel

Bielefelds Keeper Stefan Ortega klärt gegen HSV-Angreifer Joel Pohjanpalo

Bielefelds Keeper Stefan Ortega klärt gegen HSV-Angreifer Joel Pohjanpalo. imago images

Bielefeld rettet Remis beim HSV - Kiel nutzt VfB-Patzer eiskalt aus

Arminia Bielefeld hat im Gipfeltreffen am Sonntagnachmittag beim Hamburger SV mit etwas Glück durch das 0:0 einen Punkt ergattert und den Angriff des ersten Verfolgers damit abgewehrt. Nach ausgeglichenem Beginn mit Chancen auf beiden Seiten übernahm der HSV in der Folgezeit mehr und mehr das Kommando über die Partie und war anschließend das aktivere Team. Doch die Hanseaten belohnten sich nicht für ihren starken Auftritt, weil sie die sich bietenden Chancen allesamt liegen ließen. Pech hatte Kittel, der in der 67. Minute am Aluminium scheiterte. Bielefeld beschränkte sich zunehmend auf die Defensivarbeit, offensiv kam vom Spitzenreiter eigentlich wenig. Mit dem einen Zähler dürften die Arminen deshalb mehr als zufrieden sein.

Auch im zweiten Spiel nach dem Re-Start reichte es für den VfB Stuttgart nicht zu einem Dreier - vielmehr mussten sich die Schwaben bei Holstein Kiel mit 2:3 geschlagen geben. Kiel ging früh durch Iyoha (7.) in Führung, Stuttgart gelang in Durchgang zwei durch Gonzalez vom Punkt der Ausgleich (59.). Doch zwei kapitale Patzer von Massimo nutzte die KSV Holstein durch Dehm (78.) und Lauberbach (79.) eiskalt aus. Stuttgart kam durch Wamangituka noch ran, der Anschluss kam aber zu spät (86.). Kiel bleibt nach dem Re-Start ungeschlagen, der VfB ohne einen einzigen Punktgewinn. Im kommenden Spiel fehlt zudem Didavi, der noch in Hälfte eins Gelb-Rot sah.

Karlsruhe verpasst Sieg, klettert dennoch auf Rang 16

Der Karlsruher SC verpasste gegen den VfL Bochum den anvisierten Heimsieg, klettert aber durch das torlose Remis auf den Abstiegs-Relegationsrang 16. In einer flotten und ansprechenden Partie begannen die Badener stark, ließen aber die sich bietenden Chancen liegen. Anschließend wurde Bochum agiler, doch auch den Westdeutschen blieb ein Torerfolg versagt. So ging die Partie mit einem letztendlich gerechten 0:0 zu Ende.

Hannover dreht zum Re-Start Partie in Osnabrück

Waldemar Anton checkt mit 96-Torjäger Marvin Ducksch (r.) ab

Jubel über einen seiner beiden Treffer in Osnabrück: Waldemar Anton checkt mit 96-Torjäger Marvin Ducksch (r.) ab. picture alliance

Für 96 kam der Re-Start am Samstag nach dem ausgefallenen Heimspiel gegen Dresden mit Verzögerung und war dementsprechend die erste Standortbestimmung: Nach sechs Minuten lief Hannover in Osnabrück einem Rückstand hinterher, weil Ceesay per Elfmeter traf. Die Gäste kamen allerdings schnell zurück, da VfL-Innenverteidiger van Aken den Ball unglücklich per Kopf ins eigene Tor verlängerte (11.). Eine stärkere Phase vor der Pause konnte 96 nicht in Zählbares ummünzen, ehe man direkt nach dem Wechsel erneut kalt erwischt wurde (Amenyido, 47.). Hannovers Coach Kocak hatte aber den richtigen Riecher und brachte Ducksch für Teuchert. Der Joker drehte die Partie binnen fünf Minuten (75., per Elfmeter; mit einem wuchtigen Schuss, 80.). Den 4:2-Endstand besorgte schließlich Haraguchi (85.). Der Bundesliga-Absteiger kletterte damit auf Rang neun.

Lilien blühen in der Schlussviertelstunde auf

Unterschiedlich kamen Darmstadt (0:2 in Karlsruhe) und St. Pauli (glücklicher 1:0-Sieger gegen Nürnberg) nach der Zwangspause aus den Startlöchern: Den Lilien gelang allerdings im eigenen Stadion die Trendwende. Die komplett neu zusammengestellte Darmstädter Offensive stach bereits nach sieben Minuten - Honsak traf für die Hausherren. Gäste-Trainer Luhukay war nicht wirklich zufrieden mit dem Auftritt seiner Mannschaft, was sich in einem vierfachen Wechsel nach 61 Minuten zeigte. Wirkung zeigte dieser nicht - im Gegenteil: Durch Stark, Mehlem und Palsson schraubte der SVD das Ergebnis in der Schlussviertelstunde in die Höhe (74., 78. 89.). Zu allem Überfluss verschoss St. Paulis Torjäger Diamantakos in der Nachspielzeit auch noch einen Handelfmeter. Durch das 4:0 ist Darmstadt nun Fünfter.

Ein Duell auf überschaubarem Niveau lieferten sich derweil Sandhausen und Regensburg. Der gastgebende SVS hatte optisches Übergewicht, doch konnte er auch mit seiner besten Chance (Klingmann scheiterte frei vor Meyer, 61.) kein Tor erzielen. Ein solches gelang den Gästen zwar, allerdings wurde der Treffer von Wekesser wegen einer Abseitsstellung zu Recht aberkannt (50.). Durch die Nullnummer treten beide Mannschaften auf der Stelle, der Abstiegskampf könnte das Duo im Endspurt noch hart treffen.

Der FCN kann sich nicht befreien

Nürnbergs Kapitän Hanno Behrens

Nürnbergs Kapitän Hanno Behrens war am Ausgleich gegen Aue beteiligt. Getty Images

Der 1. FC Nürnberg konnte den klassischen Fehlstart nach der Corona-Pause verhindern, musste sich nach der Pleite bei St. Pauli (0:1) am Freitagabend aber gegen Aue mit einem 1:1 begnügen. Die Franken agierten wie schon in Hamburg zunächst ordentlich mit viel Ballbesitz, aber ohne jegliche Durchschlagskraft im Sturm. Erzgebirge schlug kurz nach der Pause durch Nazarov (10. Saisontor) zu. Der Club ließ zunächst einen Hochkaräter zum Ausgleich liegen (Hack, 54.), kam durch ein Eigentor von Gonther (63.) aber zurück ins Spiel und hatte bei einem Pfostentreffer von Behrens Pech (80.).

Nach dem Coup gegen den VfB Stuttgart (2:1) konnte Wiesbaden in Heidenheim nicht nachlegen. Die Hessen verloren mit 0:1 und bleiben in der Abstiegszone hängen. Der FCH hatte viel Ballbesitz und auch Chancen zur Führung, musste damit aber bis zur 70. Minute warten. Joker Mohr zirkelte einen Freistoß zum Tor des Tages in die Maschen. Ein Treffer der Gäste durch Knöll wurde per VAR aberkannt (80., Abseits). Heidenheim hat sich für das 0:3 in Bochum rehabilitiert und bleibt an den Aufstiegsrängen dran.

kon

So sah der Re-Start in der 2. Bundesliga aus