Bundesliga

Herrlichs Selbstkritik: "Ich war naiv, dumm oder doof"

Augsburgs Trainer über seinen Quarantäne-Verstoß

Herrlichs Selbstkritik: "Ich war naiv, dumm oder doof"

Heiko Herrlich

Heiko Herrlich sitzt am Wochenende voraussichtlich das erste Mal auf der Augsburger Bank. picture alliance

"Ich war naiv, dumm oder doof, wie auch immer Sie das bezeichnen möchten", sagte der 48-Jährige im Gespräch mit der "Bild". "Es war gleich doppelt dumm von mir. Dass ich während der Quarantäne einkaufen war - und es in der Pressekonferenz frei heraus erzählt habe."

Augsburgs Trainer hatte vergangene Woche die Quarantäne-Regeln gebrochen, indem er das Teamhotel verlassen hatte. Nachdem er in einer virtuellen Journalisten-Runde davon freimütig berichtet hatte, zog Herrlich selbst die Konsequenzen und verzichtete auf seinen Platz auf der Trainerbank bei seinem Debüt gegen Wolfsburg (1:2). Stattdessen verfolgte er das Spiel in einer Loge im Stadion.

Wenn Sie wissen wollen, ob ich noch am Boden liege, mir Blut aus der Nase läuft wie einem angeschlagenen Boxer: Nein! Ich bin in guter Verfassung.

Heiko Herrlich

Für sein Verhalten war der ehemalige Bundesliga-Stürmer hart kritisiert worden. "Zu Recht", findet er: "Auch den Hohn und Spott kann ich ertragen. Ich selbst hätte wahrscheinlich ebenfalls über mich geschmunzelt."

Inzwischen darf Herrlich wieder mit seinen Spielern trainieren. Zwei Tests auf das Coronavirus waren negativ. "Wenn Sie wissen wollen, ob ich noch am Boden liege, mir Blut aus der Nase läuft wie einem angeschlagenen Boxer: Nein! Ich bin in guter Verfassung", sagte er.

pau/dpa

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