Bundesliga

Hübner (Union Berlin): "Nicht das Derby, das wir uns erhofft haben"

Union-Verteidiger will trotzdem alles gegen Hertha reinwerfen

Hübner: "Nicht das Derby, das wir uns alle erhofft haben"

Unions Florian Hübner will im Derby gegen Hertha alles heraushauen, um drei Punkte zu holen

Unions Florian Hübner will im Derby gegen Hertha alles heraushauen, um drei Punkte zu holen. imago images

Beim 1. FC Union Berlin kehrte am Dienstag ein Stück Normalität zurück. Nach einer Woche Abwesenheit stand Trainer Urs Fischer wieder auf dem Trainingsplatz. Der Schweizer, der wegen des Todes seines Schwiegervaters das Quarantäne-Camp in Barsinghausen verlassen hatte, wurde am Sonnabend und Montag bei Corona-Abstrichen negativ getestet. Damit kann Fischer auch die Vorbereitung auf das Hauptstadt-Duell am Freitag (20.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) bei Hertha BSC im direkten Kontakt angehen.

Die ehrenvolle 0:2-Niederlage gegen den FC Bayern München hatte Fischer noch in seiner Berliner Wohnung verfolgt. Am Dienstag konnte er über den Auftritt mit seinen Schützlingen reden. "Er hat mit uns über das Spiel gesprochen und was man noch verbessern kann. Er hatte uns die Daumen gedrückt und jetzt ist er wieder da. Er wird uns gut auf das Spiel einstellen", sagte Verteidiger Florian Hübner in einer Skype-Schalte mit Medienvertretern.

Dank Schlotterbecks Sperre: Hübner mit guten Chancen auf die Startelfd

Der Abwehrmann hatte gegen die Münchner Vizekapitän Marvin Friedrich vertreten, der sich im letzten Spiel vor der Corona-Zwangspause am 7. März beim SC Freiburg (1:3) die gelb-rote Karte eingefangen hatte. Friedrich wird jetzt sicher wieder auflaufen. Aber Hübner dürfte trotzdem in der Startelf bleiben, weil nun Keven Schlotterbeck (5. Verwarnung) gesperrt ist. "Die Chance ist wirklich hoch, dass ich wieder spielen werde. Das entscheidet aber letztlich der Trainer", erklärte Hübner. "Ich denke, dass ich ein ganz gutes Spiel gegen Bayern abgeliefert habe. Ich versuche, im Training alles zu geben, dass ich am Freitag spielen darf."

Das Derby ist durch die vermutlich im riesigen Berliner Olympiastadion noch intensiver wirkende Geisterspiel-Atmosphäre wohl nur noch ein Derbychen. Aber Hübner und Co. wollen im Ringen um den Klassenerhalt dennoch intensiv zur Sache gehen - und im Vergleich zum Auftritt gegen die Bayern das Spiel mit dem Ball verbessern. "Natürlich ist es nicht das Derby, das wir uns alle erhofft haben - vor ausverkauftem Haus mit kompletten Fanlagern. Es wird vieles anders. Aber wir als Mannschaft wissen genau, worum es geht", glaubt Hübner. "Auch für viele Leute um uns herum ist es ein sehr wichtiges Spiel. Wir wollen alles heraushauen, um drei Punkte zu holen."

Matthias Koch

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