Int. Fußball

Warum es für Klopp "normal" war, Geisterspiele zu schauen

Liverpool seit Dienstag wieder im Training

Warum es für Klopp "normal" war, Geisterspiele zu schauen

Liverpools Trainer Jürgen Klopp.

Steht mit seinem Team knapp vor dem Gewinn der Meisterschaft: Liverpools Trainer Jürgen Klopp. imago images

"Ich konnte es nicht abwarten, deswegen bin ich sehr glücklich, dass wir wieder zu unserem Trainingszentrum nach Melwood gehen und in kleinen Gruppen trainieren konnten", freut sich Klopp gegenüber den vereinseigenen Medien. Seit Dienstag hat Liverpool, wie alle anderen Mannschaften der ersten Liga, wieder das Training aufgenommen. Noch in Kleingruppen und natürlich mit einem Hygienekonzept.

Der erste Schritt in Richtung Normalität ist gemacht. Nun werden die Spieler zunächst getestet, bevor die Teams ins Mannschaftstraining dürfen. In Deutschland ist man da schon etwas weiter, am Wochenende fand der erste Spieltag nach der Corona-Pause statt. "Die Spiele waren wirklich gut, tolle Tore, ein toller Kampf, schöne Spiele", lobte auch Klopp das Niveau. Für den Trainer hat es beim Anschauen im Übrigen keinen Unterschied gemacht, dass keine Stimmung im Stadion waren. "Da bin ich etwas komisch, wenn ich andere Spiele schaue, dann schaue ich sie meistens ohne Ton, weil ich den Kommentar nicht hören will. Ich interessiere mich nur für das Spiel. Für mich ist es deswegen jetzt völlig normal, andere Fußballspiele zu schauen", berichtet der Coach.

Aber natürlich spielt auch der ehemalige Meistertrainer der Dortmunder lieber vor ausverkauftem Haus. "Das perfekte Paket ist ein volles Stadion in Anfield, zwei sehr gute Mannschaften, ein großer Kampf, tolle Tore und am Ende der Sieg für Liverpool. Das ist der perfekte Spieltag", erzählt Klopp. "Einige dieser Sachen sind möglich, aber in Anfield wird es für eine Weile keine Zuschauer geben. Das müssen wir akzeptieren. Ich weiß, dass Fußball hinter verschlossenen Türen nicht dasselbe ist."

Liverpool fehlen zwei Siege

Aber aktuell ist es eben die einzige Möglichkeit, die Saison noch zu Ende zu spielen. Und das wollen sie in England genauso wie in Deutschland. Gerade Liverpool hat natürlich ein hohes Anliegen daran, die Spielzeit zu beenden. Ein Abbruch mit folgender Annullierung der Spielzweit wäre für die Reds, die auf Platz eins stehen und 25 Punkte Vorsprung auf Manchester City haben, immens bitter. Klopp und seine Jungs brauchen nun also noch sechs Punkte, um die erste Meisterschaft seit 1990 klarzumachen. "Wir müssen noch zwei Spielen gewinnen, aber es sind eben zwei. Nicht mehr und auch nicht weniger. Wir müssen sie gewinnen", sagt Klopp.

mst

BVB-Laola vor leerer Wand, Pissoirs & Hennes-Ersatz: So kurios war der Re-Start