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Regionalliga Nordost: Energie Cottbus stellt Antrag auf Final Four

Im Falle eines Abbruchs der aktuellen Saison

Regionalliga Nordost: Cottbus stellt Antrag auf Final Four

Energie Cottbus

Energie Cottbus hofft im Falle eines Abbruchs auf ein Final-Four-Turnier der Nordost-Spitzenteams. imago images

Demnach hat der ehemalige Bundesligist einen Antrag gestellt, den Teilnehmer der Aufstiegsrelegation im Rahmen eines Final-Four-Turniers zu ermitteln, falls die Saison abgebrochen werden würde. An diesem sollen neben Spitzenreiter VSG Altglienicke auch Lok Leipzig (aktuell Zweiter), Cottbus selbst (aktuell Dritter) sowie die Zweitvertretung von Hertha BSC (aktuell Fünfter) teilnehmen. Der Viertplatzierte Union Fürstenwalde hat keinen Antrag für die 3. Liga gestellt. In der Regionalliga Nord hatten die Klubs zuletzt für ein ähnliches Konzept gestimmt - dort allerdings für ein "Final Two".

Als Aufsteiger aus den Regionalligen in die 3. Liga vorgesehen sind normalerweise die Meister der Staffeln Nord, Südwest und Bayern. Die Aufstiegsspiele sollten zwischen dem Nordost- und West-Meister stattfinden. Gerade im Nordosten wäre eine Anwendung der Quotienten-Regel allerdings brisant, da Tabellenführer Altglienicke und Lok Leipzig punktgleich an der Spitze liegen, Leipzig allerdings ein Spiel weniger aufzuweisen hat. Cottbus folgt zwei Zähler hinter dem Duo.

"Auch in dieser besonderen Zeit erwarten wir einen fairen Umgang und erinnern an den sportlichen Grundsatz einer Entscheidungsfindung im Rahmen einer kompletten Spielzeit", begründet Sebastian König, Sportlicher Leiter bei Energie, den Antrag - nicht ohne auch die eigenen Interessen zu betonen: "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass sich unsere Mannschaft auf dem richtigen Weg befand und sich am Ende für die Relegationsspiele qualifiziert hätte." Sollten die Relegationsspiele in die 3. Liga stattfinden können, dann sollte es laut König "auch möglich sein, wenige Tage vorher eben diesen Staffelsieger sportlich zu ermitteln".

Cottbus schlägt Berlin als Austragungsort vor

Als Austragungsort für ein mögliches Final Four schlägt Cottbus den Friedrich-Ludwig-Jahn-Sportpark in Berlin vor. Hintergrund: Das Bundesland Berlin hat Hertha BSC und Union für die Durchführung des Spielbetriebs bereits eine Sondergenehmigung erteilt. Außerdem eigne sich das Stadion nach Energie-Angaben, "um die logistische Einhaltung der Corona-Auflagen gewährleisten zu können". Die Spiele seien zwar ohne Zuschauer, aber "mit medialer Begleitung zum Zwecke der Gewinnerzielung für den Verband und die beteiligten Vereine durchzuführen", heißt es in der Mitteilung des FCE.

Den genauen Modus sowie die Durchführung eines möglichen Turniers soll nach Vorstellung des Vereins der NOFV festlegen. Zunächst hat der Verband aber sieben Tage Zeit, den Cottbuser Antrag zu prüfen.

mib

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