Basketball

Vor 40 Jahren: Als Rookie "Magic" Center spielte

20-jähriger Johnson gewinnt den Lakers die Meisterschaft

Vor 40 Jahren: Als Rookie "Magic" Center spielte

Der Großmeister aller Point Guards: Earvin "Magic" Johnson (Mitte).

Der Großmeister aller Point Guards: Earvin "Magic" Johnson (Mitte). imago images

Frühsommer 1980, Los Angeles. Earvin Johnson hatte alles, was sich ein junger Mann hätte wünschen können. Im College war er, der Ausnahme-Basketballer, stets der große Star gewesen - nun spielte er als gesetzter Spielmacher für die schillernden Los Angeles Lakers. Und er hatte diesen Spitznamen, der für eine junge Berühmtheit in L.A., ausgestattet mit diesem einzigartigen Passspiel und diesem ansteckenden Lächeln, wie die Faust aufs Auge passte: Magic.

Vom jungen "Magic" Johnson wurde aber auch eine ganze Menge erwartet. Erst einmal sollte er - gemeinsam mit seinem College-Rivalen Larry Bird - die gesamte kriselnde NBA retten. Und gleich in seinem ersten Jahr sollte er vor Game 6 der Finals plötzlich den verletzten Superstar Kareem Abdul-Jabbar vertreten. Klar, mit 2,06 Metern war Johnson für einen Point Guard ungewöhnlich groß. Doch er war eben Point Guard. Und sollte Center spielen. Als 20-jähriger Rookie. Auswärts bei den Philadelphia 76ers um Julius "Dr. J" Erving. Ohne Zugpferd Kareem.

Magic spielt alle fünf Positionen

Und Magic, der bereits in seiner ersten NBA-Saison jede der fünf Positionen spielte, lieferte ab. Am 16. Mai 1980 brillierte der Rookie-Point-Guard als Center - ob Floater, Put-Back, Dunk oder Abdul-Jabbars legendären "Sky Hook" - auch alle 14 Freiwürfe versenkte er. In der Manier eines Superstars erzielte Magic an diesem Tag 42 Punkte, griff sich 15 Rebounds, gab dennoch sieben Assists und verbuchte zudem drei Steals und einen Block - während er gegen den Ball Dr. J verteidigte.

Ich liebe es, zu gewinnen. Ich glaube, das ist es.

Magic Johnsons Erklärung für seine Finals-Performance 1980

"Es war unglaublich, einfach unglaublich", resignierte Philly-Ikone Erving angesichts von Johnsons Game 6 - und seiner mit dem "Finals-MVP" gekrönten Serie (21,5 Punkte, 11,2 Rebounds, 8,7 Assists). "Ich liebe es, zu gewinnen. Ich glaube, das ist es", suchte Johnson, so ansteckend grinsend, vor laufenden TV-Kameras nach einer Erklärung für seine Meisterleistung.

Fünf Titel mit den Lakers

Für Magic, der die rufgeschädigte NBA gemeinsam mit Larry Bird sozusagen wirklich rettete, war der Titel 1980 lediglich der erste von insgesamt fünf, die er als herausragender Spieler mit den Lakers gewann. Johnsons Status als bester Point Guard, den die Basketballwelt je gesehen hat, ist und bleibt seit mehreren Jahrzehnten unantastbar. Auch wenn er sein bestes Spiel womöglich als Center machte.

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