Bundesliga

Bosz: "Ich bin sehr zufrieden" - Flick: "Arbeitssieg"

Die Stimmen zum 26. Spieltag

Bosz: "Ich bin sehr zufrieden" - Flick: "Arbeitssieg"

Peter Bosz ist Trainer von Bayer 04 Leverkusen.

Hat sich nach der Corona-Zwangspause über ein 4:1 in Bremen freuen dürfen: Bayer-Coach Peter Bosz. imago images

SV Werder Bremen - Bayer 04 Leverkusen 1:4 (1:2)

Florian Kohfeldt (Trainer SV Werder Bremen): "Ich glaube, es war bis zum 1:3 ein offenes Spiel, auch wenn es nicht immer ein gutes Spiel von uns war. Ärgerlich, dass wir das 1:2 wieder durch einen Standard kassieren, das ist einfach schlecht verteidigt. Leverkusen hat die Chancen konsequent genutzt, wir haben einige Situationen offensiv nicht gut ausgespielt. Ich bin mit der Leistung durchgehend überhaupt nicht zufrieden. Wir müssen noch viel arbeiten. Die Hoffnung ist aber nach wie vor groß. Das ist noch kein K.-o.-Schlag für uns. Beim nächsten Spiel ist schon ein bisschen mehr Rhythmus da. Ich kann jetzt nicht auf die Mannschaft eindreschen. Wir müssen das Positive behalten, sonst wird es nicht gehen. Dann wird der Knoten auch mal platzen."
Peter Bosz (Trainer Bayer 04 Leverkusen): "Ich bin natürlich zufrieden, wenn man 4:1 in Bremen gewinnt. Nach zwei Monaten Pause gibt es viele Fragezeichen. Wir haben verdient gewonnen, auch wenn wir nicht immer gut gespielt haben. Wir haben teilweise zu wenig Bewegung gehabt, sind zu wenig hinter die Kette gekommen. Ich bin trotzdem sehr zufrieden. Nach zwei Monaten kann man nicht alles erwarten."

1. FC Union Berlin - Bayern München 0:2 (0:1)

Marcus Hoffmann (Co-Trainer Union Berlin): "Ich denke wir haben das, was wir uns vorgenommen haben, gut umgesetzt. Wir haben versucht, unangenehm zu sein und schnell in die Zweikämpfe zu kommen. Phasenweise haben wir den Bayern unser Spiel ein bisschen aufzwingen können und sind auch zu eigenen Chancen gekommen. Am Ende waren wir aber nicht so kaltschnäuzig wie der FC Bayern."
Hansi Flick (Trainer Bayern München): "Es war ein verdienter Arbeitssieg. Wir haben schwer reingefunden. Man hat sicherlich gehört, dass wir gesagt haben, 'Männer, die Null muss stehen'. Von daher bin ich am Ende mit dem Ergebnis zufrieden."

1. FC Köln - 1. FSV Mainz 05 2:2 (1:0)

Markus Gisdol (Trainer 1. FC Köln): "Ich sage nicht, dass ich zufrieden bin, aber wir können mit dem Punkt leben. Uns hat das Tor nicht so gut getan, danach waren wir passiv und der Gegner hat mehr Spielanteile gehabt. Es war ein Spiel mit einem offenen Visier, beide hatten Chancen. Die Abstimmung und die Abstände haben mir nicht so gut gefallen, da haben wir dem Gegner zu viele Räume gegeben. Aber das ist vielleicht normal nach dieser kurzen Vorbereitungszeit."
Achim Beierlorzer (Trainer FSV Mainz 05): "Wir haben das ganz toll hingekriegt. Damit meine ich den 1. FC Köln und den FSV Mainz 05. Wir haben ein tolles Fußballspiel abgeliefert mit einem gerechten Ausgang. Dieses 2:2 ist für uns hochverdient, ich kann nur die Moral der Mannschaft loben. Wir haben uns den Punkt redlich verdient."

Borussia Dortmund - FC Schalke 4:0 (2:0)

Lucien Favre (Trainer Borussia Dortmund): "4:0 gegen Schalke - das ist ganz okay. Der Schlüssel war, dass die Mannschaft gut zusammengespielt hat, auch defensiv. Das war sehr, sehr speziell. Du hast keinen Lärm, du schießt aufs Tor, machst einen Top-Pass, ein Tor - und nichts passiert. Das ist sehr, sehr komisch. Unser Publikum fehlt uns sehr. Es war ein ganz anderes Spiel als sonst. Es ist schwer, zu beurteilen, wie gut das Spiel war. Ich hatte das Gefühl, das war nicht so engagiert wie geplant. Die Spieler haben sich gut auf ihre Aufgabe konzentriert."
David Wagner (Trainer Schalke 04): "Wir haben kein gutes Spiel gemacht und zu ganz schlechten Momenten die Gegentore bekommen. Mindestens zwei Tore wären einfach zu verteidigen gewesen. Derby-Niederlagen sind prinzipiell unangenehm, auch diese in skurriler Atmosphäre. Das Rückrundengefühl ist irgendwie noch nicht da. Die Situation ist ganz außergewöhnlich. Ich glaube nicht, dass wir große körperliche Defizite hatten. Wir hatten Defizite beim Verteidigen der richtigen Räume. Die Schnelligkeitsvorteile im BVB-Spiel sind dann auch der Situation geschuldet. Jedes Spiel ist eine Gelegenheit, es besser zu machen."

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach 1:3 (0:2)

Adi Hütter (Trainer Eintracht Frankfurt): "Ich muss Gladbach zum verdienten Sieg gratulieren. In der Anfangsphase haben wir den Sieg verpasst, wir sind schläfrig ins Spiel gegangen. Ich habe aber auch viele Dinge gesehen, die gepasst haben. Wir müssen aber die Dinge klar ansprechen."
Marco Rose (Trainer Borussia Mönchengladbach): "Wir sind auf einem guten Weg. Das war wichtig und eine sehr ordentliche Leistung von uns. Wir wussten nicht so richtig, wo wir stehen. Es kam uns natürlich der Blitzstart zugute. Wir haben es gut zu Ende gefightet, wir hätten vielleicht das eine oder andere Tor mehr machen können."

TSG Hoffenheim - Hertha BSC 0:3 (0:0)

Alfred Schreuder (Trainer TSG Hoffenheim): "Das 0:3 fühlt sich nicht gut an. Wir hatten zwei oder dreimal die Chance zum 1:0. Da machen wir das Tor nicht. Genau wie zu Beginn der zweiten Halbzeit. Nach dem 0:1 haben ein paar Jungs die Konzentration verloren. Defensiv waren wir individuell absolut nicht gut. Und vorne müssen auf dem Niveau die Chancen rein."
Bruno Labbadia (Trainer Hertha BSC): "Das war eine sehr, sehr geschlossene Mannschaftsleistung. Dass war das, was wir uns vorgenommen hatten. Wir hatten schon in der ersten Hälfte sehr gute Möglichkeiten. Da hat der letzte Pass gefehlt. In der zweiten Hälfte haben wir da weitergemacht. Das 1:0 war der Brustlöser, das 2:0 gleich hinterher war ideal. Das ist ein super Start, den die Mannschaft auch gebraucht hat."

FC Augsburg - VfL Wolfsburg 1:2 (0:1)

Tobias Zellner (Interimstrainer FC Augsburg): "In der ersten Halbzeit haben wir ein bisschen gebraucht, da war uns Wolfsburg überlegen. Nach der Halbzeit hatten wir eine sehr gute Phase. Der Führungstreffer ist uns leider aberkannt worden. Für Wolfsburg war das ein Hallo-Wach-Effekt, uns hat das etwas runtergezogen. Am Ende haben wir leider in der Defensive gepatzt. Jetzt müssen wir den Blick nach vorne richten. Zu Heiko Herrlich hatte ich das letzte Mal am Freitagabend Kontakt. Das war natürlich eine Besonderheit zwei Tage vor dem Spiel. Aber Heiko hat die Verantwortung übernommen."
Oliver Glasner (Trainer VfL Wolfsburg): "Wir sind sehr glücklich, dass wir nach dieser langen Phase mit einem Sieg starten konnten. Dass wir in der Nachspielzeit getroffen haben, war natürlich etwas glücklich. Wir waren aber aus meiner Sicht über 90 Minuten die gefährlichere Mannschaft. Wir haben das Spiel im Großen und Ganzen im Griff gehabt. Nach dem aberkannten Tor des FCA haben wir den Druck erhöht, das hat mir gefallen. So ein Sieg ist genauso schön wie vor einem vollen Stadion. Natürlich möchtest du mit deinen Fans feiern. Die Freude war groß, aber wir müssen uns eben sehr disziplinieren."

RB Leipzig - SC Freiburg 1:1 (0:1)

Julian Nagelsmann (Trainer RB Leipzig): "Mir hätten heute natürlich auch drei Punkte besser gefallen. Aber wir haben noch acht Spiele vor uns. Wir müssen schauen, dass wir unsere Hausaufgaben machen. Meine Mannschaft hat heute viele Torchancen herausgespielt, das war gut, das ist nicht selbstverständlich gegen so einen starken Gegner."
Christian Streich (Trainer SC Freiburg): "Für uns war die Situation nicht ganz neu. Wir trainieren ja auch im leeren Stadion. Aber es ist traurig, dass die Leute nicht im Stadion sind. Das ist nichts auf Dauer. Die Qualität wird nicht schlechter, wenn die Zuschauer nicht da sind. Für mich als Trainer war es nicht neu, ich war lange Jahre A-Jugendtrainer, da habe ich mich auch immer selbst schreien gehört."

Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn 0:0

Uwe Rösler (Trainer Fortuna Düsseldorf): "Wir haben die Gegebenheiten sehr gut angenommen. Ich bin glücklich über die Art und Weise, wie die Spieler es umgesetzt haben. Wenn du diese Chancen hast, musst du das Spiel gewinnen. Du kannst das Spiel aber auch verlieren. Wenn wir so spielen, werden wir noch in Spielen punkten, in denen es uns einige nicht zutrauen werden. Der Tag war ein bisschen komisch. Ich bin emotional, nehme gern mal einen Spieler in den Arm, das konnte man heute natürlich überhaupt nicht machen. Es wurde halbwegs normal, als der Ball freigegeben war."
Steffen Baumgart (Trainer SC Paderborn): "Wir hatten in ein, zwei Situationen das Quäntchen Glück. Wir müssen mit dem Punkt leben, hätten uns gerne mehr vorgestellt. Nach zehn Wochen merkst du, dass es nicht so einfach ist, gleich in die Vollen zu gehen. Ich bin mit den Leistungen aller Spieler zufrieden."

kon/sid

Bilder zur Partie Borussia Dortmund - FC Schalke 04