2. Bundesliga

Packendes Finale am Sonntag: VfB verliert, HSV und Bielefeld jeweils remis

2. Bundesliga, 26. Spieltag: Bochum und KSC gewinnen

Packendes Finale am Sonntag: VfB verliert, HSV und Bielefeld jeweils remis

Wiesbadens Philipp Tietz jubelt über sein Last-Minute-Siegtor gegen Stuttgart

Wiesbadens Philipp Tietz jubelt über sein Last-Minute-Siegtor gegen Stuttgart. imago images

Osnabrück sorgt für den späten Stimmungsdämpfer auf der Alm

Lange Zeit sah es nach einem perfekten Re-Start für Arminia Bielefeld aus. Der Spitzenreiter führte nach einem Elfmetertor von Kapitän Klos bis weit in die Nachspielzeit hinein mit 1:0 gegen den VfL Osnabrück. Zudem hatten die Ostwestfalen alles unter Kontrolle, vergaßen es aber, nachzulegen. Dies sollte sich Sekunden vor Abpfiff rächen, als Osnabrücks Alvarez (90. +4) zum Ausgleich traf. Bielefeld bleibt im Jahr 2020 ohne Niederlage, der VfL freut sich über einen ganz wichtigen Punkt im Kampf gegen den Abstieg.

Auch Verfolger patzen: HSV gibt Sieg in Fürth aus der Hand - VfB ereilt später K.o. in Wiesbaden

Allerdings konnten die Verfolger den Ausrutscher der Bielefelder nicht ausnutzen. Der VfB Stuttgart hatte beim SV Wehen Wiesbaden ein Déjà-vu-Erlebnis. Wie im Hinspiel hatten die Schwaben etliche gute Einschussmöglichkeiten, ließen diese aber lange Zeit liegen. Besser machten es die Hessen, die durch Schäffler (50.) in Führung gingen. Zwar gelang dem VfB durch Gonzalez (84.) der Ausgleich, doch Wiesbaden sorgte mit einem von Tietz verwandelten Handelfmeter in der siebten (!) Minute der Nachspielzeit für den späten K.o. für den VfB.

Und auch der HSV verpasste bei der SpVgg Greuther Fürth einen Dreier, übernahm nach dem 2:2 aber immerhin Rang zwei vom VfB. Zunächst ging das Kleeblatt durch Nielsen in Führung (35.), doch Pohjanpalo (41.) und Dudziak (48.) drehten kurz vor und nach der Pause zunächst das Ergebnis. Als alles auf einen Sieg für den HSV hindeutete, war es erneut Nielsen, der zum 2:2-Endstand traf (90. +4).

Club verliert bei St. Pauli und Keeper Mathenia

In einem Duell in den eher hinteren Tabellenregionen setzte sich der FC St. Pauli mit 1:0 gegen den 1. FC Nürnberg durch. Der Club war eine knappe Stunde das aktivere Team, dann flog Keeper Mathenia nach einer Videobeweis-Entscheidung vom Platz (56.). In der Folgezeit übernahmen die Kiez-Kicker mehr und mehr das Kommando. Letztendlich war es Gyökeres, dem in der 84. Minute das Siegtor für St. Pauli gelang.

KSC fährt wichtigen Sieg gegen Darmstadt ein

Ein Punkt trennte den Karlsruher SC vor dem Heimspiel gegen Darmstadt am Samstag (13 Uhr) vom Abstiegsrelegationsplatz. Die Badener hatten sich zum Re-Start viel vorgenommen und waren vor der Pause die bessere Mannschaft - ein Treffer fiel aber nicht. Nach dem Seitenwechsel hatte zunächst der ehemalige KSC-Profi Mehlem das 1:0 für die Gäste auf dem Fuß, verzog jedoch knapp (51.). Dann war es Hofmann, der die Hausherren nach einer Ecke in Führung brachte (67.). Wanitzek stellte in der Nachspielzeit schließlich den 2:0-Endstand her (90./+6). Der KSC überholte in der Tabelle damit den SV Wehen Wiesbaden und kletterte auf den Abstiegsrelegationsplatz.

Bochum macht's deutlich - Heidenheim baut keinen Druck auf

Der VfL Bochum - ohne Blum, dafür mit dem zuletzt verletzten Torhüter Riemann in der Startelf - erwischte gegen den 1. FC Heidenheim den besseren Start. Losilla war vor FCH-Keeper Müller am Ball und köpfte zum 1:0 ins Tor (11.). Noch vor der Pause erhöhte Osei-Tutu nach tollem Dribbling auf 2:0 (34.). Im zweiten Durchgang erzielte Ganvoula schon nach etwas mehr als einer Stunde den 3:0-Endstand. Bochum, das damit etwas nach oben kletterte, behielt die drei Punkte am Ende für sich. Heidenheim bleibt zwar Vierter, verpasste es aber, Druck auf die den Dritten HSV sowie den Zweiten VfB aufzubauen.

Diekmeier fliegt früh: Aue schlägt Sandhausen

In Aue waren beim Spiel zwischen dem FC Erzgebirge und dem SV Sandhausen vier Minuten gespielt, als es den ersten Aufreger gab: Diekmeier brachte Krüger im Strafraum zu Fall und sah eine durchaus harte Rote Karte (4.). Nazarov traf anschließend vom Punkt zur führen Führung der Sachsen, die bis zum Halbzeitpfiff Bestand hatte. Im zweiten Durchgang drehten die Hausherren schließlich nach der 60. Minute auf: Krüger erzielte zunächst das 2:0 per Kopfball (64.). Cacutalua machte es ihm nach einer Ecke nach und köpfte platziert zum 3:0 ein (70.). Ein Fauxpas in der Auer Hintermannschaft - Fandrichs Rückpass war zu kurz - nutzte Biada noch zum 1:3 für den SVS. Dabei blieb es bis zum Schlusspfiff.

Später Ausgleich: Regensburg kommt nach einem 0:2 noch zurück

Fünf von sieben Partien hatte Regensburg nach der Winterpause verloren - und auch beim Re-Start lief es zunächst nicht besser. Die Gäste aus Kiel nutzen einen Eckball, um durch Lee die frühe Führung herzustellen (3.). Porath, der kurz zuvor eingewechselt worden war, erhöhte in der 58. Minute nach einem schönen Spielzug der Störche auf 2:0. Regensburg kam aber nochmal heran: Stolze sorgte durch den Anschlusstreffer zum 1:2 in der 75. Minute noch einmal für Spannung - dann entschied Schiedsrichter Petersen in der Nachspielzeit auf Elfmeter für den Jahn: Albers traf zum späten 2:2 für die Oberpfälzer. Kiel (8.) und Regensburg (9.) bleiben damit im Tabellenmittelfeld.

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So sah der Re-Start in der 2. Bundesliga aus