Bundesliga

Hütter über Herrlichs Ausflug: "Ich musste ein bisschen schmunzeln"

Frankfurts Coach mag nicht den Stab über den FCA-Trainer brechen

Hütter über Herrlichs Ausflug: "Ich musste ein bisschen schmunzeln"

Frankfurts Trainer Adi Hütter

"Wir Trainer sind auch nur normale Menschen": Frankfurts Trainer Adi Hütter imago images

Denn vor dem Kräftemessen mit Borussia Mönchengladbach am Samstag (18.30 Uhr, LIVE! bei kicker.de) müssen lediglich Marco Russ (Fersenprobleme) und Goncalo Paciencia (Oberschenkelverletzung) passen. "Ansonsten kann ich aus dem Vollen schöpfen", sagt Hütter, der hofft, dass der Portugiese in zwei bis vier Wochen das Mannschaftstraining wiederaufnehmen kann. Dann sind die ersten Partien des Re-Starts vorbei und man wird sehen, wie und ob sich das Hygienekonzept bewährt.

Bei allen im Kopf angelangt scheint es jedenfalls noch nicht zu sein, schließlich plauderte Augsburgs Trainer Heiko Herrlich am Donnerstag recht freimütig davon, wie er gegen Quarantäneregeln verstieß und einen Supermarkt aufsuchte, um Zahnpasta und Handcreme zu kaufen - am späten Abend verpasste sich der 48-Jährige quasi selbst die Quittung, entschuldigte sich artig und erklärte, dass er das Freitagstraining nicht leiten und das Team am Samstag gegen Wolfsburg nicht coachen werde.

Wir Trainer, Spieler sind halt auch ganz normale Menschen. Es ist ihm passiert, er muss jetzt auch mit den Konsequenzen rechnen.

Adi Hütter

"Ich äußere mich ungern über andere Personen Trainerkollegen", deutete Hütter auf Fragen zu dem Thema an, dass es ihm fernliegt, den Stab über Kollegen zu brechen. Und so schilderte der Eintracht-Coach mit einem Lächeln, dass es ihm fast ein wenig absurd vorgekommen sein muss, als er Herrlichs Aussagen sah: "Ich musste ein bisschen schmunzeln, weil er es doch sehr ausführlich erzählt hat. Wir Trainer, Spieler sind halt auch ganz normale Menschen. Es ist ihm passiert, er muss jetzt auch mit den Konsequenzen rechnen. Das wird ihm sicherlich nicht nochmal passieren."

Für die weitere Umsetzung des Hygiene-Konzepts - auch vor dem Hintergrund des kritischen Blicks der Öffentlichkeit auf den Re-Start - wäre dies sicher nicht das Schlechteste.

Benni Hofmann

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