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Gerlach bringt eSport für die European Championships 2022 ins Gespräch

Vorstoß der bayerischen Digitalministerin

Gerlach bringt eSport für die European Championships 2022 ins Gespräch

Die bayerische Digitalministerin spricht sich für eSport bei den European Championships 2022 aus

Die bayerische Digitalministerin Judith Gerlach spricht sich für eSport bei den European Championships 2022 aus. picture alliance

Mit der Premierenausgabe 2018 in Berlin und Glasgow wurde die Austragung der Sportgroßveranstaltung im vierjährigen Rhythmus implementiert. Für den August 2022 werden in der bayerischen Landeshauptstadt rund 4.000 Athleten für zahlreiche Disziplinen im Rahmen der European Championships erwartet - darunter könnten sich eSportler befinden. "Der Bereich des eSport ist inzwischen in der Mitte der Gesellschaft angekommen und hat ein hohes Entwicklungspotenzial, gerade hier in Bayern", meint Judith Gerlach, bayerische Staatsministerin für Digitales. "Das sollten wir nutzen und den Bereich stärker einbinden."

Die European Championships werden unter der Schirmherrschaft diverser Sportverbände wie dem Europäischen Leichtathletik-Verband oder dem Weltruderverband ausgerichtet, die Einzelmeisterschaften sind unter einem Dach gebündelt. Die Veranstalter zeigten sich ihrerseits zuvor schon bereit, den Wettbewerb für neue Disziplinen zu öffnen. Für Gerlach kämen in diesem Zuge vor allem "Wettkämpfe im Bereich der Sportsimulationen" in Frage, genauer definierte die CSU-Politikerin ihre Pläne noch nicht. Naheliegend wäre die Integration einer der beiden Fußball-Simulationen FIFA und PES, die sich in Europa großer Beliebtheit erfreuen. Aber auch eine fiktive Sportart wie Autoball in Form von Rocket League wäre denkbar.

Es ist nicht der erste Versuch der 34-Jährigen, dem eSport in Bayern eine prominente Bühne zu verschaffen: Im Januar scheiterte ihr Vorstoß, die League of Legends-Europameisterschaft 2021 nach München zu holen. Der Stadtrat zeigte sich nicht bereit, Veranstaltungen eines finanzstarken Konzerns wie Publisher Riot Games zu subventionieren. Mit ihrer Vision von eSport-Disziplinen bei den kommenden European Championships unternimmt Gerlach einen neuen Anlauf.

Niklas Aßfalg