Formel 1

Offiziell: Sebastian Vettel verlässt Ferrari zum Jahresende

Aus nach sechs Jahren - Von Leclerc überflügelt

Offiziell: Vettel verlässt Ferrari zum Jahresende

Sebastian Vettel

Hat nur noch eine Chance, mit Ferrari Weltmeister zu werden: Sebastian Vettel. getty images

Der 32-Jährige fährt seit 2015 für den italienischen Rennstall. Völlig unerwartet kommt sein Abschied nach sechs Jahren nicht mehr. Vettel, zuvor viermal Weltmeister mit Red Bull, wurde teamintern im vergangenen Jahr bereits vom neuen Rivalen Charles Leclerc überflügelt. Der Monegasse unterschrieb zuletzt einen bis 2024 gültigen Vertrag.

"Das Team und ich sind zu der Erkenntnis gekommen, dass der gemeinsame Wunsch, über die Saison hinaus weiter zusammenzuarbeiten, nicht mehr besteht", sagte Vettel. Finanzielle Aspekte hätten bei der Entscheidung keine Rolle gespielt. Er werde sich nun Zeit nehmen, um über seine Zukunft nachzudenken.

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Wie es ab 2021 mit Vettel weitergeht, ist völlig unklar. Dem Renault-Werksteam wird ebenso wie McLaren Interesse am Deutschen nachgesagt, allerdings wirkt auch ein Abschied aus der Formel 1 nicht unmöglich.

Binotto: Zeit war gekommen, "getrennte Wege zu gehen"

Scuderia-Teamchef Mattia Binotto sagte, es habe keinen spezifischen Grund für die Trennung gegeben, außer dem gemeinsamen Glauben, "dass die Zeit gekommen ist, getrennte Wege zu gehen, um unsere jeweiligen Ziele zu erreichen."

Der spanische McLaren-Pilot Carlos Sainz junior gilt Medienberichten zufolge indes als Hauptanwärter auf die Nachfolge von Vettel bei Ferrari. Der Vertrag des 25 Jahre alten Sohnes der spanischen Rallye-Ikone Carlos Sainz beim britischen Team läuft ebenfalls Ende dieses Jahres aus. Er wird schon seit Wochen immer wieder mit der Scuderia in Verbindung gebracht.

Leclerc würdigt Vettel

Leclerc indes würdigte seinen scheidenden Ferrari-Stallrivalen: "Ich habe noch nie so viel gelernt wie mit dir als meinem Teamkollegen", schrieb der 22 Jahre alte Monegasse am Dienstag bei Twitter. "Es war eine große Ehre für mich, dein Teamkollege zu sein." Es habe zwar "einige angespannte Momente auf der Strecke" gegeben, "einige sehr gute und andere, die nicht so endeten, wie wir es beide wollten. Aber es gab immer Respekt, auch wenn es von außen nicht so wahrgenommen wurde", schrieb Leclerc.

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aho/sid/dpa

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