3. Liga

Vorschlag aus Elversberg für zweigleisige 3. Liga auf DFB-Bundestag

Mindestens 25 Klubs stehen hinter Antrag aus dem Saarland

Vorstoß für zweigleisige 3. Liga auf DFB-Bundestag

Bleibt es bei einer eingleisigen 3. Liga? Oder wird sie aufgestockt und zweigeteilt?

Bleibt es bei einer eingleisigen 3. Liga? Oder wird sie aufgestockt und zweigeteilt? imago images

Das Konzept wurde vom Regionalligisten SV Elversberg erarbeitet. Ob der Antrag Chancen auf Erfolg hat, ist derzeit offen. Der DFB-Bundestag findet erstmals virtuell statt. Er soll die wegen der Corona-Krise notwendig gewordenen Entscheidungen über die Weiterführung des Spielbetriebes oder einen möglichen Abbruch der Spielklassen im Zuständigkeitsbereich des DFB entscheiden. Bei einem Abbruch müssen auch die Fragen des Auf- und Abstiegs geregelt werden.

Der Vorstoß wird von zahlreichen Regionalligisten unterstützt. Genannt werden neben Elversberg die Südwest-Regionalligisten FC Homburg, SSV Ulm, Kickers Offenbach, FSV Frankfurt, FK Pirmasens und TSV Steinbach-Haiger. Aus dem Westen kommen Alemannia Aachen, Rot-Weiss Essen, Rot-Weiß Oberhausen und der Bonner SC hinzu, im Nordosten unterstützen die VSG Altglienicke, Lok Leipzig, Energie Cottbus, der Berliner AK, der BFC Dynamo, Viktoria Berlin und der SV Babelsberg den Vorschlag. Aus Bayern zählen der FC Schweinfurt 05, die SpVgg Bayreuth und Viktoria Aschaffenburg zu den Anhängern der Idee, aus dem Norden wollen neben Eintracht Norderstedt und Weiche Flensburg auch die 2. Mannschaften der Bundesligisten Werder Bremen und VfL Wolfsburg eine zweigeteilte 3. Liga.

Der saarländische Verband argumentiert damit, dass "ohnehin vorübergehend gravierende Eingriffe in den Spielbetrieb" nötig seien. Durch das Modell könnten einige damit verbundenen offenen Fragen gelöst werden. Der pyramidale Spielklasse-Aufbau könne wieder erreicht werden, zudem könnten alle Regionalliga-Meister aufsteigen, was aktuell mit einer dritten und fünf vierten Ligen nicht der Fall ist.

Zum Thema

Weitere genannte Vorteile: Weniger Fahrt- und Reisekosten sowie durch mehr Derbys potenziell höhere Einnahmen durch mehr Zuschauer.

Allerdings würde sich bei einer zweigleisigen 3. Liga die Frage der TV-Gelder-Verteilung ganz neu stellen. Derzeit verteilen sich die überschaubaren TV-Einnahmen in Höhe von 16 Millionen Euro (von "Telekom" und "ARD") auf alle 19 Klubs - der FC Bayern München II partizipiert daran als Zweitvertretung des Rekordmeisters nicht. Das müsste bei zwei Staffeln natürlich weiter geklärt werden - was nach dem Konzept durch eine Mehrjahrestabelle aufgefangen werden soll.

sam/dpa

Rekordmann Dotchev: Die Drittliga-Trainer mit den meisten Spielen