Bundesliga

Gisdol: Ungewohntes Arbeiten zwischen "eigenartigem Gefühl" und "Vorfreude"

Die beide infizierten Kölner Spieler zeigen weiterhin keinerlei Symptome

Gisdol: Ungewohntes Arbeiten zwischen "eigenartigem Gefühl" und "Vorfreude"

Markus Gisdol bei einer Ansprache an sein Team

Zurück in den Wettkampfmodus: Markus Gisdol schwört sein Team auf den Re-Start ein. imago images

Nur wenige Gäste außer dem Tross des 1. FC Köln beherbergt das "Dorint am Heumarkt" zurzeit, Kontakte allerdings sind ohnehin verpönt. Ob man sich daran gewöhnen kann? Gisdol weiß es nicht: "Ich habe ja keine Erfahrungswerte." Aber vielleicht stelle sich ja auch eine Gewohnheit ein. Wenn auch die Dimension eine andere sei als in den vergangenen Wochen.

Der Trainer verbringt mit seinem Team möglichst viel Zeit am Geißbockheim, Vor- und Nachbereitungen der Einheiten werden ausführlicher als sonst gehalten. Um die Aufenthalte am Geißbockheim auszudehnen, wurde zum Beispiel das Training am Freitag auf den Nachmittag verlegt, um dem "quarantäneähnlichen Zustand zu entgehen. Hätten wir vormittags trainiert, wären wir zurückgefahren, hätten gegessen - und dann ist da nichts." So arbeitet man intensiv, erst am frühen Abend geht es zurück ins Hotel, die Tage werden so geplant, dass sie möglichst schnell vorübergehen.

Bundesliga - 26. Spieltag
Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Bayern Bayern München
58
2
Dortmund Borussia Dortmund
54
3
Gladbach Bor. Mönchengladbach
52
Trainersteckbrief Gisdol
Gisdol

Gisdol Markus

1. FC Köln - Vereinsdaten
1. FC Köln

Gründungsdatum

13.02.1948

Vereinsfarben

Rot-Weiß

Dennoch und trotz der ungewohnten Situation: Gisdol betont, dass alle eine große Vorfreude ergriffen habe nach der Entscheidung zum Re-Start am vergangenen Mittwoch. Training im Wettkampfmodus, mit dem Spiel gegen Mainz am übernächsten Sonntag endlich wieder ein Ziel vor Augen. Und er sagt: "Wir waren uns alle einig, dass wir alles dafür tun, wieder spielen zu können, und dafür auch sehr viel in Kauf nehmen."

Keinerlei Symptome bei Jakobs und Hauptmann

Mit 22 Feldspielern plus drei Torhütern arbeiten die Kölner aktuell, es fehlen natürlich die COVID-19-erkrankten Ismail Jakobs und Niklas Hauptmann. "Beide waren natürlich aufgebracht, dass sie positive Tests hatten", gab Gisdol einen kurzen Einblick in die Gefühlswelt der Spieler. Immer noch zeigten beide keinerlei Symptome: "Sie würden am liebsten schon wieder trainieren, weil sie nichts verspüren. Stand jetzt werden sie daher schnell wieder auf ein gewisses Niveau kommen, wenn sie wieder trainieren dürfen."

Frank Lußem