Bundesliga

Hoeneß: "Die Kröte Geisterspiele muss der Fan jetzt schlucken"

Bayerns Ehrenpräsident lobt die Arbeit der DFL

Hoeneß: "Die Kröte Geisterspiele muss der Fan jetzt schlucken"

Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß

Lobt die DFL und hofft auf Einsicht bei den Fans: Bayerns Ehrenpräsident Uli Hoeneß. imago images

Zunächst gab die Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten grünes Licht für die Wiederaufnahme des Spielbetriebs in den beiden höchsten deutschen Spielklassen, am Abend legte die Deutsche Fußball-Liga den 15. Mai als konkretes Datum für die Wiederbeginn fest. Offen ist aktuell noch die Frage, mit welchem Spieltag es tatsächlich losgehen wird in der Bundesliga und 2. Liga.

Ebenfalls am Mittwochabend saß Bayern Münchens Ehrenpräsident Uli Hoeneß in der Sendung "Sport im Abseits" des Bayerischen Rundfunks und hob dabei die Bedeutung des von der Politik abgesegneten Neustarts der seit Mitte März unterbrochenen Saison in der 1. und 2. Bundesliga hervor. "Es ist eine Grundlage geschaffen worden, dass es dem einen oder anderen Verein gelingt, die Saison einigermaßen gut abzuschließen", sagte der 68-Jährige.

Hätten sich die zuständigen Gremien gegen eine Fortsetzung der Spielzeit ohne Zuschauer entschieden, dann "wäre es für den einen oder anderen eng geworden", betonte Hoeneß und erklärte: "Wenn es keine sogenannten Geisterspiele gegeben hätte, und wenn nicht der Sender Sky sich großzügig gezeigt hätte, sein Fernsehgeld möglicherweise doch zu bezahlen, dann wäre vielleicht der ein oder andere Sponsor gekommen und hätte gesagt: Wenn keine Spiele im Fernsehen sind, dann muss ich über meine Honorarzahlungen nachdenken." Wirtschaftliche Einbußen gibt es natürlich auch für den FC Bayern, "aber wir hätten das prima überstanden", so Hoeneß.

Jeder von uns muss sich darüber im Klaren sein, auch der Fußballfan muss seinen Beitrag leisten an entgangener Muße.

Uli Hoeneß

Hoeneß findet das vorgestellte DFL-Konzept "fantastisch und ausgewogen". Nach menschlichem Ermessen sei alles dafür getan worden, um das Risiko so zu minimieren, dass man es eingehen kann", sagte Hoeneß und appellierte an die Fans, die vor dem TV die Spiele ihrer Klubs verfolgen müssen. "Jeder muss jetzt seine Opfer bringen. Wenn es kein Oktoberfest gibt, dann kann es auch keine Zuschauer geben", sagte Hoeneß: "Jeder von uns muss sich darüber im Klaren sein, auch der Fußballfan muss seinen Beitrag leisten an entgangener Muße."

Kleinstes Übel sind die Geistspiele

Das kleinste Übel in "dieser Geschichte" seien die Geisterspiele, sagte Hoeneß: "Ein Fan muss begreifen: Wenn er in Zukunft weiterhin Bundesliga sehen will, und zwar live, dann muss er die Kröte jetzt schlucken. Wenn er die jetzt nicht schluckt, dann gibt es den Fußball in dieser Form nicht mehr."

bst

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