Regionalliga

Lepore: "Das würde uns das Genick brechen"

Bangt der VfR Aalen erneut um seine Existenz?

Lepore: "Das würde uns das Genick brechen"

Beim VfR Aalen gibt es derzeit viele fragende Gesichter und eine schwere finanzielle Schieflage.

Beim VfR Aalen gibt es derzeit viele fragende Gesichter und eine schwere finanzielle Schieflage. imago images

Bangt der VfR Aalen erneut um seine Existenz? Nur drei Jahre nach der ersten Insolvenz, als den damaligen Drittligisten Altlasten in Höhe von 3,6 Millionen Euro in die Knie gezwungen hatten, ist die finanzielle Lage erneut dramatisch. Der Verein ist deshalb mit einem Brief an die Öffentlichkeit gegangen. Geschäftsführer Giuseppe Lepore erklärt darin, dass der VfR wegen fehlender Einnahmen "in akuter Gefahr" sei.

Nur 14 Spieler stehen für die kommende Runde unter Vertrag

Sollte es im Falle eines vorzeitigen Saisonabbruchs zu Forderungen der Dauerkartenbesitzer kommen, hätte das laut Lepore weitreichende finanzielle Folgen. "Eine Rückzahlung eines Teils dieser Dauerkarten würde uns wirtschaftlich das Genick brechen", wird der Geschäftsführer deutlich. Auch eine Fortsetzung der Saison in den Herbst hinein würde die Situation nicht besser machen, weil dann die im Sommer ebenso dringend benötigten Einnahmen aus dem Dauerkartenverkauf für die neue Runde fehlen würden. Egal wie die Entscheidung über den weiteren Saisonverlauf ausfalle, die fehlenden Einnahmen seien aus dem Saisonetat nicht zu finanzieren. Das ist auch der Grund, weshalb der Klub derzeit alle Planungen für die neue Saison auf Eis gelegt hat. Nur 14 Spieler haben die Aalener bislang für die kommende Runde unter Vertrag, derzeit kommen keine weiteren hinzu.

Der VfR hat kleine "Retterpakete" geschnürt

Zudem hat der VfR einen Appell an seine Fans gerichtet und offen darum gebeten, bei einem möglichen Saisonabbruch "die Dauerkarten nicht einzutauschen" und keine Rückforderungen für die erworbenen Tickets zu stellen. Außerdem hat der VfR kleine "Retterpakete" in Form von Schals und Getränke-Gutscheinen geschnürt. Allerdings machen diese Maßnahmen die finanzielle Schieflage nicht viel besser. Ein weiterer Hilfe-Aufruf geht von der Fangruppierung "Crew Eleven" aus, die mit einer Geisterticket-Aktion innerhalb kürzester Zeit bereits gut 11 000 Euro gesammelt hat.

Alexander Haag