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Erinnerungen an Thriller von München: Speerwurf-Legende Lusis ist tot

Lette bot Wolfermann 1972 spannenden Wettkampf um Gold

Erinnerungen an Thriller von München: Speerwurf-Legende Lusis ist tot

Janis Lusis (li.) mit Klaus Wolfermann

Rivalen im Kampf um Gold und dennoch eng befreundet: Janis Lusis (li.) mit Klaus Wolfermann. imago images

Lusis galt als einer besten Speerwerfer des 20. Jahrhunderts. Für die Sowjetunion hatte er 1968 in Mexiko-Stadt Gold gewonnen sowie 1968 und 1972 den Weltrekord im Speerwerfen verbessert.

Lusis nahm an vier Olympischen Spielen teil und gewann als bislang einziger lettischer Athlet einen kompletten Medaillensatz. Neben Olympia-Gold gewann er 1964 in Tokio Bronze und 1972 in München Silber. Er wurde viermal Europameister und gewann mehrfach die sowjetische und lettische Meisterschaft im Speerwurf.

Zwei Zentimeter fehlen in München zu Gold

In Deutschland ist Lusis besonders wegen des spannenden Wettkampfs 1972 in München in Erinnerung geblieben, als er das olympische Finale um zwei Zentimeter gegen Klaus Wolfermann verlor. Die beiden Rivalen blieben danach auch privat in Verbindung und waren eng befreundet.

Für seine sportlichen Leistungen wurde Lusis 2014 in die Ruhmeshalle des Leichtathletik-Weltverbandes aufgenommen. Nach seiner aktiven Laufbahn war er als Speerwurf-Trainer unter anderem seines zweimal an Olympia teilnehmenden Sohns Voldemars und als Sportfunktionär tätig.

dpa

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