Bundesliga

Ströll (Geschäftsführer FC Augsburg): "Spiele müssen stattfinden"

Vereine dürften sich "nicht in Sicherheit wiegen"

FCA-Geschäftsführer Ströll warnt: "Die Spiele müssen stattfinden"

Michael Ströll

Augsburgs Geschäftsführer Michael Ströll warnt die Klubs vor verfrühtem Aufatmen. imago images

"Wir müssen unsere Leistung dann noch erbringen, die Spiele müssen stattfinden", sagte Ströll der "Augsburger Allgemeinen" am Samstag.

Niemand könne sich "in Sicherheit wiegen", so der 35-Jährige. Der Grund: "Es ist ein Drittel vorab ausgezahlt und wird mit den Spielen verrechnet. Man kann also nur teilweise Entwarnung geben."

Ströll versteht es außerdem als Alarmsignal, dass - sollten die Millionen bei einem Saisonabbruch zurückgezahlt werden müssen - einige Vereine in Existenznöte geraten.

Es kann nicht sein, dass zukünftig Vereine, die kein TV-Geld bekommen, nach kürzester Zeit in finanzielle Schieflage geraten.

Augsburgs Geschäftsführer Michael Ströll

Neustart am 9. Mai für Augsburg "vertretbar"

"Wir müssen das neu aufsetzen, die Lizenzierungsvoraussetzungen überprüfen und wirtschaftliche Leitplanken setzen. Es kann nicht sein, dass zukünftig Vereine, die kein TV-Geld bekommen, nach kürzester Zeit in finanzielle Schieflage geraten. Jeder muss in den vergangenen Monaten festgestellt haben, dass höher, schneller, weiter nicht immer das richtige Mittel und vor allem in Krisenzeiten enorm gefährlich ist", so Ströll.

Der deutsche Profifußball hofft derzeit auf einen Neustart der Saison mit Geisterspielen im Mai. FCA-Manager Stefan Reuter hält eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs bereits am 9. Mai für realistisch und umsetzbar: "Es war der Konsens am Donnerstag in der DFL-Sitzung, dass wir bereit sind für den Fall, dass die Politik entscheidet, wir dürfen spielen. In dieser für alle außergewöhnlichen Situation wäre das vertretbar", so Reuter.

dpa/dos

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