Frauen

"Hervorragende Arbeit": Voss-Tecklenburg vor Verlängerung

Bundestrainerin seit 2018 im Amt

"Hervorragende Arbeit": Voss-Tecklenburg vor Verlängerung

Martina Voss-Tecklenburg trainierte vor ihrem Engagement beim DFB die Nationalmannschaft der Schweiz. imago images

"Sie und ihr Team leisten hervorragende Arbeit, wir sind glücklich, Martina bei uns zu haben. Wir werden uns zu gegebener Zeit zusammensetzen und in Ruhe mit ihr über ihren Vertrag reden", teilte Joti Chatzialexiou, Sportlicher Leiter Nationalmannschaften, dem SID mit. "Das hatten wir unabhängig von der aktuellen Situation ohnehin so geplant."

Wichtig ist diese Vertragsverlängerung vor allem im Hinblick auf die verschobene Frauen-Europameisterschaft in England. Das Turnier ist, wie die UEFA am Donnerstag bekannt gab, von 2021 auf 2022 verlegt worden. Das aktuell gültige Arbeitspapier der Bundestrainerin wäre im nächsten Jahr nach dem ursprünglich geplanten EM-Termin allerdings ausgelaufen.

Bundestrainerin befürwortet Verschiebung

Die Entscheidung, das kontinentale Turnier um zwölf Monate nach hinten zu verschieben, stößt bei der Bundestrainerin auf Zustimmung: "Wir haben dann ein Alleinstellungsmerkmal, das uns gut tut und auch richtig ist. Wir haben auf viele Ebenen dafür gekämpft. Außerdem ist im nächsten Jahr auch noch Olympia, daher ist es gerechter, nicht zwei Turniere in einem Jahr zu spielen. Das wäre von der Belastung her nicht in Ordnung gewesen."

Die deutsche Mannschaft hatte sich nach dem frühen Aus im WM-Viertelfinale im vergangenen Jahr in Frankreich allerdings nicht für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert. Die deutsche Kapitänin Alexandra Popp hatte sich kürzlich für eine gemeinsame EM der Männer und Frauen ausgesprochen. "Aus Spielerinnen-Sicht wäre es schon ein supercoole Geschichte gewesen, wenn man zwei Großereignisse zusammenschalten kann. Aber ich halte ein eigenes Turnier für gerechtfertigt und sinnvoll", erklärte Voss-Tecklenburg dazu.

Gunnar Meggers