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PGA prüft Austragung des Ryder Cup ohne Zuschauer

Europa-Kapitän Harrington ist gegen Geister-Veranstaltung

PGA prüft Austragung des Ryder Cup ohne Zuschauer

Francesco Molinari

Francesco Molinari war einer der Protagonisten beim Sieg Europas anno 2018 nahe Paris. picture-alliance

Auch dem Ryder Cup der Golfer droht angesichts der Coronakrise in diesem Jahr eine Geisterkulisse. Wie der US-Verband PGA of America am Montagabend bestätigte, wird derzeit geprüft, ob der bedeutendste Teamwettbewerb der Welt ohne Zuschauer ausgetragen werden kann. Das im Zweijahres-Rhythmus stattfindende Prestigeduell zwischen den besten Golfern der USA und Europa soll vom 25. bis 27. September im US-Bundesstaat Wisconsin ausgetragen werden.

Highlight für die Fans

Der Ryder Cup ist gerade für Fans das Highlight im Golfkalender, die Atmosphäre ist vergleichbar mit der in einem Fußballstadion. "Es ist schwer, sich einen Ryder Cup ohne Fans vorzustellen", sagte PGA-Chef Seth Waugh deshalb gegenüber dem New Yorker Radiosender WFAN: "Wir haben begonnen darüber zu sprechen, ob wir zumindest ein virtuelles Fan-Erlebnis schaffen können. Wir werden versuchen, so kreativ wie möglich zu sein."

Harrington pro Absage

Noch sei allerdings offen, ob Fans tatsächlich ausgeschlossen werden müssen, so Waugh weiter: "Die Fans sind zu einem gewissen Grad der Ryder Cup." Europas Teamkapitän Padraig Harrington plädiert deswegen auch für eine Absage des Traditionsevents, sollte eine Austragung mit Zuschauern nicht möglich sein.

"Niemand möchte, dass der Ryder Cup gespielt wird, ohne dass die Fans da sind", sagte der 48-Jährige bereits Anfang April: "Es besteht kein Zweifel, dass sie das Turnier viel besser machen. Nicht-Golfer und Golfer auf der ganzen Welt schauen sich den Ryder Cup an, weil die Zuschauer Spannung erzeugen." Das Team Europa gewann vier der letzten fünf Austragungen in diesem traditionsreichen Duell mit den USA, zuletzt siegte "der alte Kontinent" vor zwei Jahren nahe Paris glatt mit 17,5:10,5. Seit 1979 trafen USA und Europa bislang 20-mal aufeinander, elf Austragungen gingen an die Europäer.

sid/kon

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