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68 - Die Schießbude der Frauen steht in Saarbrücken

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68 - Die Schießbude der Frauen steht in Saarbrücken

Hält einen Negativrekord in der Frauen-Bundesliga: Der 1. FC Saarbrücken.

Hält einen Negativrekord in der Frauen-Bundesliga: Der 1. FC Saarbrücken. imago images

Von September 2001 bis Oktober 2009 erlebten die Frauen des 1. FC Saarbrücken eine nie dagewesene Negativserie: In 68 Bundesligaspielen hintereinander fingen sie sich immer mindestens ein Gegentor. Das ist die längste Serie dieser Art in der eingleisigen Frauen-Bundesliga.

Anfang der 2000er Jahre war Saarbrücken so etwas wie eine Fahrstuhlmannschaft: zu gut für die 2. Liga, zu schlecht für die Bundesliga.

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2001/02 stieg der saarländische Klub als Letzter mit gerade mal acht Punkten und satten 71 Gegentoren ab, nur um zwei Jahre später wieder aufzutauchen und dann eine der schlechtesten Saisons aller Zeiten hinzulegen: Nach der 22 Spieltage umfassenden Saison stand gerade mal ein mickriger Punkt (resultierend aus einem 1:1 gegen den SC Freiburg am 19. Spieltag) und sieben erzielte Tore auf der Habenseite - bei 115 Gegentoren und horrenden 21 Niederlagen.

Erst 2007/08 folgte schließlich die neuerliche Rückkehr - und diesmal beendete man die Spielrunde nicht als Schlusslicht. Absteigen musste der FCS dennoch, weil man die im Vergleich zum Hamburger SV um zwei Tore (!) schlechtere Tordifferenz hatte.

Nach dem direkten Wiederaufstieg konnte Saarbrücken die fiese Serie am 6. Spieltag endlich beenden: Und wieder spielte Freiburg dabei eine Rolle. Saarbrücken gewann am 25. Oktober 2009 gegen die Sport-Club 5:0, blieb dabei erstmals nach 68 Bundesliga-Spielen wieder ohne Gegentor - und hielt am Ende sogar noch die Klasse.

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