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Übersicht: So planen die Verbände

Saison 2019/20 zwischen Aussetzung und Abbruch

Übersicht: So planen die Verbände

Kein Fußball quer durchs Land. Viele Verbände haben sich für einen Abbruch der Saison entschieden. Lediglich in Bayern und in Thüringen setzt man bisher auf eine andere Lösung. eber

Badischer Fußball-Verband

Die drei Baden-württembergischen Fußballverbände (Baden, Südbaden, Württemberg) haben einhellig beschlossen: Die Saison 2019/20 wird nicht in den Herbst hinein verlängert und soll zum 30. Juni 2020 auslaufen. Die direkten Aufsteiger sollen über den Quotienten ermittelt werden, Absteiger gibt es keine. Die finale Entscheidung trifft ein Verbandstag im Juni.

Bayerischer Fußball-Verband

In Bayern ist es seit 23. April amtlich: Wenn es die Vorgaben der Behörden erlauben, wird die laufende Saison ab dem 1. September fortgesetzt. Nachdem sich 68,13 Prozent (3197 teilnehmende Vereine) der bayerischen Klubs für den vom Verband vorgebrachten Vorschlag ausgesprochen hatten, verabschiedete der BFV-Vorstand diesbezüglich einen Beschluss. Bis zum 31. August wird die Saison aber erst einmal ausgesetzt. Bis dahin sollen drängende Fragen beantwortet werden. Immer klarer wird, dass der BFV alles dafür tun will, um die laufende Spielzeit zu Ende zu bringen.

Berliner Fußball-Verband

Nach einem Meinungsbild der Vereine, wollte eigentlich das BFV-Präsidium Ende April eine Entscheidung treffen. Doch eine juristische Einschätzung der Verbands ergab, dass so eine weitreichende Entscheidung nur ein außerordentlicher Verbandstag treffen dürfe. Doch alles läuft auf einen Saisonabbruch hinaus, da dieses Szenario eine große Mehrheit der an einer Umfrage teilnehmenden Klubs präferiert. Am 15. Mai gab das Präsidium des BFV bekannt, dass im Falle eines Saisonabbruchs die Quotientenregelung (erzielte Punkte geteilt durch Zahl der ausgetragenen Spiele) mit Aufsteigern in die nächsthöhere Spielklasse und ohne Absteiger greifen soll.

Bremer Fußball-Verband

In einer Videokonferenz sprachen sich die Vereine des Bremer Fußball-Verbands(BFV) klar für einen Saisonabbruch aus. 51 Vereine (89,5 Prozent) stimmten für eine sofortige Beendigung der aktuellen Spielzeit. Lediglich vier Klubs wollten die Saison fortsetzen. Ein außerordentlicher Verbandstag soll nun den Weg für den Abbruch frei machen. Vom Abbruch nicht betroffen ist zunächst der Pokalwettbewerb der Herren, Frauen und A-Junioren. Hier will der Verband die weitere Entwicklung auf DFB-Ebene abwarten. Im Jugendbereich wird die Winterserie 2019 als Ergebnis der Saison 2019/20 gewertet.

Fußball-Landesverband Brandenburg

Der Spielbetrieb wird nicht über den 30.06.2020 hinaus verlängert. Das ergab eine Umfrage unter den Vereinen. "Über dieses Votum, den Spielbetrieb in den Männerspielklassen am 30.06.2020 zu beenden, werden wir uns als Verband nicht hinwegsetzen", so Präsident Jens Kaden. Mittlerweile hat der Vorstand des Verbands den Abbruch beschlossen.

Hamburger Fußball-Verband

Der Hamburger Fußball-Verband (HFV) hat sich ein Meinungsbild seiner Klubs eingeholt und dabei ein eindeutiges Ergebnis erhalten: 84 Prozent stimmten für einen Saisonabbruch. Der nächste Schritt ist ein außerordentlicher Verbandstag am 22. Juni, der die vorzeitige Beendigung der aktuellen Spielzeit beschließen soll.

Hessischer Fußball-Verband

Eine virtuelle Vorstandssitzung am 16. Mai ergab, dass die Saison im hessischen Amateurfußball abgebrochen werden soll. Der Vorstand konnte allerdings nur eine Empfehlung aussprechen, entscheiden muss ein außerordentlicher Verbandstag im Juni.

Landesfußball-Verband Mecklenburg-Vorpommern

Der LFV hat nach einem klaren Votum der Vereine entschieden, die Saison 19/20 abzubrechen. Annulliert werden soll die Spielzeit allerdings nicht. Wie es etwa mit Auf- und Absteigern in den sechs Kreisen des Verbandes aussieht, soll am 27. Mai entschieden werden.

Fußball-Verband Mittelrhein

Der Fußball-Verband Mittelrhein plädierte ursprünglich für eine Fortsetzung der Saison im Jugend-, Frauen- und Herrenbereich, und hat Ende April die Vereine befragt. Die stimmten mit einer denkbar knappen Mehrheit für eine Fortsetzung der Saison. Nachdem die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen in Aussicht gestellt hat, dass Kontaktsportarten womöglich schon früher als gedacht ihren Wettkampfbetrieb wieder aufnehmen können, hat der FVM umgedacht und ist nun doch für einen Saisonabbruch. Das würde den Weg für einen baldigen Start der Spielzeit 2020/21 ebnen. Vorher muss im Juni allerdings ein außerordentlicher Verbandstag den Saisonabbruch beschließen.

Fußball-Verband Niederrhein

Die Verein des Fußball-Verbands Niederrhein (FVN) stimmten in einer Umfrage eindeutig für den Abbruch der Saison 2019/20. Auf einen außerordentlichen Verbandstag im Juni will der Landesverband den Abbruch nun absegnen.

Niedersächsischer Fußball-Verband

Der Vorstand des Niedersächsischen Fußballverbands sprach sich für die Fortsetzung der Saison ab September aus. Doch dann kam das Meinungsbild der Vereine, die klar für einen Abbruch der Saison votieren. Am 20. Mai hat der NFV-Vorstand daher seine ursprüngliche Haltung überdacht und plädiert nun für einen Abbruch der Saison. Das letzte Wort hat ein außerordentlicher Verbandstag am 27. Juni.

Fußball-Verband Rheinland

Zuletzt hatte sich das FVR-Präsidum für einen Abbruch der Saison ausgesprochen, anschließend erstmal die Vereine befragt. Das Votum war eindeutig: Auch die Klubs im nördlichen Rheinland-Pfalz wollen nicht mehr weitermachen. Das hat den Beirat - hinter dem Verbandstag zweithöchstes Gremium des FVR - dazu bewogen, den Abbruch zu beschließen.

Saarländischer Fußball-Verband

Der Saarländische Fußball-Verband hat ein Meinungsbild seiner Vereine zum weiteren Vorgehen in der Corona-Krise eingeholt. Die Mehrheit (70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer) plädiert für einen Abbruch der Saison. Lediglich über das Szenario des Abbruchs herrscht Uneinigkeit. Der SFV-Vorstand will nun einen außerordentlichen Verbandstag organisieren, in dem ausschließlich über die Frage des anvisierten Abbruchs diskutiert und entschieden wird.

Fußball-Verband Sachsen-Anhalt

Der FSA hat sich ein Meinungsbild eingeholt. Das Ergebnis: Die Vereine stimmen klar für einen Abbruch der Spielzeit. Diesem Wunsch folgt auch das Präsidium. Entschieden werden soll auf einem Verbandstag am 12.06.2020.

Sächsischer Fußball-Verband

Am 5. Mai tagte das Präsidum des Sächsischen Fußball-Verbands (SFV) und entschied, dass zumindest auf Landesebene die Saison vorzeitig beendet wird.

Schleswig-Holsteinischer Fußball-Verband

Das Präsidium des Schleswig-Holsteinisches Fußball-Verbands hat am 09.05. einen Schlussstrich unter die Saison gezogen: Die Saison wird abgebrochen, es gibt von Oberliga abwärts keine Absteiger, "Meister" und "Vize" hingegen steigen auf.

Südbadischer Fußball-Verband

Die drei Baden-württembergischen Fußballverbände (Baden, Südbaden, Württemberg) haben einhellig beschlossen: Die Saison 2019/20 wird nicht in den Herbst hinein verlängert und soll zum 30. Juni 2020 auslaufen. Die direkten Aufsteiger sollen über den Quotienten ermittelt werden, Absteiger gibt es keine. Die finale Entscheidung trifft ein Verbandstag im Juni.

Südwestdeutscher Fußball-Verband

Der Südwestdeutsche Fußball-Verband hat die Saison abgebrochen. Um über die Folgen aus der sportlich unvollständigen Beendigung der Saison zu entscheiden, wird das Präsidium einen außerordentlichen Verbandstag im Juni 2020 einberufen.

Thüringer Fußball-Verband

Der Thüringer Fußball-Verband schlug am 2. Mai seinen Vereinen vor, die Saison möglichst ab dem 1. September fortzusetzen. Eine knappe Mehrheit schloss sich dem Vorschlag an und stimmte für eine Fortsetzung der Saison. Am 5. Mai hat der Vorstand die Fortsetzung der Saison ab 1. September beschlossen, sofern es behördliche Vorgaben zulassen. Der Beschluss steht allerdings auf wackligen Füßen, da mittlerweile die Kreis-Fußballausschüsse Rhön-Rennsteig und Südthüringen sowie der Jugendausschuss des Thüringer Fußball-Verbandes eine vorzeitige Beendigung der aktuellen Spielzeit beantragen.

Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen

Der Fußball- und Leichathletik-Verband Westfalen hat, nachdem sich seine Mitglieder klar für einen Abbruch der Saison ausgesprochen haben, mit einem klaren Konzept die "Abwicklung" der Saison geregelt. Das Konzept, das erwartungsgemäß für Härtefälle sorgt, wurde vom FLVW-Präsidium einstimmig abgesegnet. Die finale Entscheidung muss ein Außerordentlicher Verbandstag treffen.

Interessant: Der Westfalenpokal soll sportlich zu Ende gespielt werden. Vizepräsident Manfred Schnieders: "Das wäre ganz klar die fairste Lösung. Derzeit wissen wir jedoch nicht, ab wann der DFB-Pokal 2020/21 gespielt werden kann. Das hängt auch von den Terminen der Bundesliga ab. Der Meldetermin für die DFB-Pokal-Teilnehmer aus den Landesverbänden verschiebt sich entsprechend."

Württembergischer Fußball-Verband

Die drei Baden-württembergischen Fußballverbände (Baden, Südbaden, Württemberg) haben einhellig beschlossen: Die Saison 2019/20 wird nicht in den Herbst hinein verlängert und soll zum 30. Juni 2020 auslaufen. Die direkten Aufsteiger sollen über den Quotienten ermittelt werden, Absteiger gibt es keine. Die finale Entscheidung trifft ein Verbandstag im Juni.

jam/dw/stw