Regionalliga

Eilen MDR und RBB der Regionalliga Nordost zu Hilfe?

NOFV bestätigt Pläne mit den Öffentlich-Rechtlichen

Eilen MDR und RBB der Regionalliga Nordost zu Hilfe?

Geschlossener Jahn-Sportpark in Berlin: Sollte in dieser Saison wieder Fußball gespielt werden, dann nur hinter verschlossenen Türen.

Geschlossener Jahn-Sportpark in Berlin: Sollte in dieser Saison wieder Fußball gespielt werden, dann nur hinter verschlossenen Türen. imago images

Zwei Stunden lang dauerte am Donnerstag eine Videokonferenz des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV). Dabei sprach sich die Mehrheit der Vereine für eine Fortführung des Spielbetriebs aus. Das Ziel: Die Saison nach Möglichkeit am 30. Juni 2020 zu beenden. Das wird aber nur mit Geisterspielen möglich sein - und das könnte ein großes Problem werden, denn: Die meisten Klubs brauchen die Zuschauereinnahmen, um ihre Kosten zu decken.

Alternative Ideen müssen also her. Eine davon involviert auch den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. "Der NOFV zieht mit Unterstützung des MDR/RBB in Erwägung, den Vereinen Liveübertragungen in Form von Livestreams aller Spiele der Regionalliga Nordost zu ermöglichen. So hätten die Fans die Gelegenheit, die Spiele live auf der Homepage ihres Vereins zu erleben. Für die Vereine könnten dadurch weitere Einnahmequellen generiert werden", heißt es auf der Verbandswebsite.

Pläne sind noch nicht konkret

Was das genau heißt, ist noch nicht ganz klar. Zwei Möglichkeiten drängen sich dabei auf: So könnte es sein, dass die Fernsehanstalten lediglich ihre technische Expertise sowie ihr Equipment und das erforderliche Personal, wie etwa Kameraleute, zur Verfügung stellen und die Spiele dann ausschließlich über die Websites der Vereine zu sehen sein werden. Ob diese Dienstleistung der TV-Anstalten kostenlos wäre oder ob die Vereine das bezahlen müssten, müsste wohl geklärt werden.

Alternativ könnte es aber auch sein, dass der MDR und der RBB alle oder nur einige ausgewählte Partien selbst übertragen und dafür die Klubs entlohnen - entweder monetär oder eben durch dadurch, dass sie es ermöglichen, alle Spiele via Stream verfolgen zu können. Sicher ist: Klarheit herrscht noch nicht, allerdings werden "der NOFV, der MDR/RBB und die Vereine dieses Projekt weiterverfolgen und konkretisieren".

drm