Bundesliga

Schalke-Vorstand Peters: "Natürlich mache ich mir Sorgen"

Funktionär rechnet mit Geisterspielen

Schalke-Vorstand Peters: "Natürlich mache ich mir Sorgen"

Peter Peters

Sieht in der Krise auch Chancen: Schalkes Vorstand Peter Peters. imago images

Relativ früh wurde die Frage gestellt, ob sich der Schalker Funktionär denn Sorgen um den Verein mache. Seine Antwort fiel ehrlich aus. "Wie alle mache ich mir natürlich auch Sorgen, weil unsere Fußballspiele nicht mehr stattfinden", sagte Peters, der dann ausführlich anfügte: "Alles, was wir tun, hängt am Fußball. In der Vergangenheit haben wir es vielleicht ein Stück weit falsch eingeschätzt. Auf einmal stellen wir fest, wenn der Fußball nicht da ist und die 22 Spieler nicht mehr gegen den Ball treten, dann bleibt uns wenig, dann bleibt uns vielleicht sogar nichts."

Das ist natürlich auch für die Königsblauen eine neue Situation, mit der man klarkommen müsse. "Wir wissen nicht, wie lange es andauert. Der Fußball ist elementar wichtig, denn nahezu alle Einnahmen hängen an der Durchführung eines Fußballspiels", weiß Peters. Aktuell ist es logischerweise für alle Vereine wichtig, liquide zu bleiben. Aber wie lange das noch der Fall ist, sei nicht wirklich abzuschätzen.

"Die ganz entscheidende Frage ist, wie lange die Krise anhält und welche Maßnahmen wir ergreifen", berichtet der Vorstand. "Dinge wie Steuerstundungen, die der Gesetzgeber eingeräumt hat, ergreifen wir auch. Wir versuchen, Ausgaben zu reduzieren, haben Mitarbeiter in Kurzarbeit geschickt und mit den Spielern Gehaltsverzicht vereinbart. Aber natürlich hängt alles davon ab, wann wir wieder Einnahmen erzielen und Fußball spielen können. Je länger das dauert, desto einschneidendere Maßnahmen müssen ergriffen werden."

Meine realistische Einschätzung ist, dass wir Geisterspiele bekommen werden.

Peter Peters

Das Schwierige für Schalke und die restlichen Teams: Keiner weiß so genau, wann es weitergehen wird. Aktuell lautet der Plan, die Bundesliga Anfang Mai wieder mit Spielen ohne Zuschauer fortzusetzen. "Wir sind im Nebel", stellte auch Peters fest. "Wir müssen Entscheidungen so treffen, wie wir die Dinge jetzt realistisch einschätzen können. Meine realistische Einschätzung ist, dass wir Geisterspiele bekommen werden. Aber ich habe keine Ahnung, wann es wieder normale Spiele mit Zuschauern gibt. Ich warte ab, was diejenigen, die es verstehen und sehr verantwortungsvoll mit der Krise umgehen, entscheiden werden."

Dabei wird sich nach der Cornona-Krise einiges ändern, auch der Transfermarkt werde davon betroffen sein. "Wir müssen alle davon ausgehen, dass Transfersummen und Gehälter sich in eine Richtung bewegen, die viele auch als vernünftig ansehen", sagt der 57-Jährige, der in der aktuellen Krise auch Chancen sieht: "Jeder, der schneller weiß, wie man es nach der Krise am besten macht, hat auch wieder einen gewissen Vorsprung. Da sind wir alle miteinander gefordert."

mst

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