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Nationalspieler Leroy Sané: "Ausgebremst? Das trifft es schon sehr gut"

EM-Verschiebung sieht der Nationalspieler nicht als Vorteil für sich

Sané: "Ausgebremst? Das trifft es schon sehr gut"

Leroy Sané

Leroy Sané muss sich in Geduld üben. Getty Images

Die schwere Knieverletzung hat Sané auskuriert, ein Spiel für die Zweitvertretung von Manchester City war für ihn der "logische erste Schritt, den ich von Anfang an so geplant und dem Trainer so mitgeteilt hatte", zurück auf den Platz. Der zweite sollte folgen, denn der 24-Jährige fühlte sich nach dem Auftritt bei der U 23 des englischen Meisters Ende Februar "richtig gut. Ich habe Selbstvertrauen gewonnen und hatte keine Probleme, ich bin glücklich", ließ er im Anschluss wissen.

Daran hat sich bislang nichts geändert. "Ich war auf dem richtigen Weg - das Comeback stand kurz bevor. Für 100 Prozent fehlt sicherlich noch die eine oder andere Partie an Wettkampfhärte, um auch wieder die Selbstsicherheit zu erreichen, die man benötigt", erklärte er nun im Interview bei dfb.de. Die Corona-Pandemie hat den deutschen Nationalspieler aber jetzt ausgebremst.

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"Ausgebremst? Das trifft es schon sehr gut", sagte Sané: "Wie gesagt, ich stand kurz vor dem Comeback - darauf hatte ich viele Monate hingearbeitet. Dennoch kann ich das Ganze gut einordnen und weiß, dass es Schlimmeres gibt als das. Schlimmer ist es in dieser Phase beispielsweise, dass man dem Virus relativ hilflos ausgesetzt ist." Für Sané, der die von den Nationalmannschaftskollegen Leon Goretzka und Joshua Kimmich ins Leben gerufene Aktion #WeKickCorona unterstützt, heißt es nun wie für alle anderen abzuwarten und zu hoffen, "dass sich die Lage wieder entspannt."

Am Ende wäre es vielleicht sogar ein Vorteil gewesen, dass ich ohne 50 Saisonspiele in den Knochen relativ frisch in das Turnier hätte gehen können.

Leroy Sané zur EM-Verschiebung

Er bereite sich nun "jeden Tag auf ein unbekanntes Datum vor", nachdem ihn in der Reha nicht nur der Blick auf die Rückkehr ins Team von ManCity sondern auch die EM 2020 angetrieben hatte. "Die EM war immer sehr präsent, das muss ich zugeben. Denn ich hatte mir einiges vorgenommen und mich schon sehr darauf gefreut", so der 21-malige Nationalspieler, dem die Verschiebung der EM ins Jahr 2021 nach eigenen Angaben nicht wirklich in die Karten spielt. "Am Ende wäre es vielleicht sogar ein Vorteil gewesen, dass ich ohne 50 Saisonspiele in den Knochen relativ frisch in das Turnier hätte gehen können. Aber letztendlich gab es keine Alternative."

Sané: "Diese EM hätte kaum jemandem Spaß bereitet"

Zumal für Sané eine Europameisterschaft ohne Zuschauer nur "schwer vorstellbar gewesen" wäre. "Diese EM hätte kaum jemandem Spaß bereitet." Der Blick von Sané richtet sich nun auf das, was kommen wird. "Ich kann nur sagen, dass mir der Fußball wirklich fehlt und ich so schnell wie möglich wieder auf dem Platz stehen will", so der ManCity-Star, der bereit sein will, "wenn der Startschuss wieder fällt". Wichtig wäre dann dabei für Sané, "dass man Lösungen findet, wie man mit der Gesundheit aller nicht leichtfertig umgeht".

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nik