Int. Fußball

Common Goal startet Hilfsfond - Gnabry: "Jeder und jede kann eine wichtige Rolle spielen"

Initiative will zur Eindämmung der Corona-Pandemie beitragen

Common Goal startet Hilfsfonds - Gnabry: "Jeder und jede kann eine wichtige Rolle spielen"

Serge Gnabry

Serge Gnabry ist Mitglied der Common-Goal-Initiative. imago images

Der COVID-19 Hilfsfonds soll es Vertretern der Fußballindustrie und der breiten Öffentlichkeit ermöglichen, einen wirkungsvollen Beitrag zur globalen Bewältigung der COVID-19-Krise zu leisten. Gelder, die über den Fonds eingesammelt werden, sollen einerseits dazu eingesetzt werden, um in strukturschwachen Regionen Maßnahmen zur Eindämmung der weltweiten Ausbreitung des Coronavirus zu unterstützen. Zudem sollen auch Projekte gefördert werden, die die indirekten Folgen der COVID-19-Pandemie auf soziale benachteiligte Kinder und Jugendliche wie Vertreibung, zunehmende Gewalt, fehlende Bildungsangebote und mangelnde körperlicher Aktivität bekämpfen.

Gnabry: "Es geht darum, zusammen die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen"

"Auf dem Spielfeld geht es beim Fußball nicht um den Einzelnen", sagte Bayern-Profi Serge Gnabry, der im Oktober 2017 als zweiter deutscher Profi nach Mats Hummels der Initiative beigetreten war. "Selbst der beste Spieler kann nicht gewinnen, wenn das Team nicht zusammenarbeitet. Und genauso ist es auch jenseits des Spielfelds. Wir sollten im Fußball wie auch abseits des Platzes eine Art des Denkens und Handelns entwickeln, die auf internationaler Zusammenarbeit und Teamplay basiert. Bei Common Goal gibt es kein Ego. Es geht darum, zusammen die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit anzugehen. Jeder und jede kann eine wichtige Rolle in diesem Team spielen, indem er oder sie an den Common Goal COVID-19 Hilfsfonds spendet."

Neben dem Hilfsonds startete Common Goal auch eine "Live-Match-Plattform". Profifußballer und -Spieler sind aufgerufen, sich dafür einzusetzen, um über ihre Social-Media-Kanäle weltweit Menschen bei der Bewältigung der Coronavirus-Pandemie beizustehen.

Common Goal wurde im August 2017 von der internationalen Non-Profit Organisation "streetfootballworld" ins Leben gerufen. Manchester Uniteds Juan Mata war im August 2017 der erste Unterstützer. Mittlerweile haben sich mehr als 120 Profi-Fußballerinnen und - Fußballer sowie Trainerinnen und Trainer aus über 30 Ländern der Bewegung angeschlossen. Die Mitglieder sind aufgerufen, ein Prozent ihrer Einnahmen zu spenden. Mit diesen Geldern werden soziale Projekte unterstützt, die mithilfe des Fußballs gesellschaftliche Probleme angehen. Langfristiges Ziel von Common Goal ist es, ein Prozent der Einnahmen der gesamten Fußballbranche für gemeinnützige Organisationen einzusetzen.

jer

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