2. Bundesliga

Stuttgarts Marc Oliver Kempf: "Die Belastung ist eine ganz andere"

Stuttgarts Kapitän ist zurück und hat seinen Kieferbruch abgehakt

Kempf: "Die Belastung ist eine ganz andere"

Marc Oliver Kempf

Ist zurück: Marc Oliver Kempf. imago images

Ein Tänzchen über die Koordinationsleiter, Ballannahme, Abschluss auf ein kleines Tor. Sieht gut aus, fühlt sich noch viel besser an. Wenn auch "komisch, fast schon falsch, weil man den Körperkontakt meiden muss. Also das, was eigentlich zum Fußball gehört", wie Kempf gegenüber VfB-TV über die ersten Trainingseinheiten unter strikten Sicherheitsvorkehrungen erklärt. Der Innenverteidiger, der am 1. Februar beim 1:1 auf St. Pauli einen schweren Kieferbruch erlitt inklusive eine Operation und einer langen Pause, ist wieder zurück. "Es macht Spaß, mal wieder Rasen unter und den Ball an den Füßen zu haben."

Die lange Rasen-Abstinenz hinterlässt bei den Spielern Spuren. Bei ihm sogar noch etwas mehr, als bei denen, die bis vor drei Wochen noch voll im Saft standen. Bevor die Saison wegen der Corona-Pandemie unterbrochen wurde. "Ich spüre es schon", verrät der Abwehrchef nach Wochen des Individualtrainings. "Egal, ob man aus der Sommer- oder der Winterpause kommt, man spürt immer den Unterschied. Auch wenn man sich mit Läufen fit hält, ist die Belastung schon eine ganz andere, wenn man fußballspezifisch trainiert."

Bei ihm kam noch dazu, dass der Kieferbruch seinen Tatendrang zusätzlich geschwächt hat. Eine schwere Verletzung, die Kempf mittlerweile hinter sich gelassen hat. "Alles ist top. Ich habe gestern sogar einen Ball ins Gesicht bekommen und nichts gemerkt", erzählt der 25-Jährige. "Ich war selbst überrascht, wie gut ich das weggesteckt habe."

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George Moissidis

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