Tennis

Struff kehrt dank Sonderregelung auf den Court zurück

"Kann verstehen, wenn Ausnahmeregelungen kritisch gesehen werden"

Struff kehrt dank Sonderregelung auf den Court zurück

Jan-Lennard Struff

Verständnis für Unverständnis: Jan-Lennard Struff. imago images

Aufgrund der Corona-Pandemie steht die ATP-Tour bis mindestens 13. Juli still. Bis vor Kurzem war in fast allen Teilen Europas auch an einen Trainingsbetrieb kaum zu denken, nun gibt es für die Profis aber erste positive Anzeichen: In der Tschechischen Republik wurden die Plätze am Dienstag bereits für alle Tennisspieler wieder geöffnet, in Deutschland darf beispielsweise Struff dank einer Sondergenehmigung des Landessportbunds in Nordrhein-Westfalen wieder auf dem Court stehen.

"Ich darf ab sofort wieder trainieren. Ich kann verstehen, wenn solche Ausnahmeregelungen für Sportler vom Rest der Bevölkerung in der jetzigen Situation kritisch gesehen werden. Aber es ist auch mein Job. Und wir haben strenge Auflagen bekommen", meinte der Weltranglisten-34. in einem Interview mit dem Spiegel.

Viele werden auf der Strecke bleiben.

Jan-Lennard Struff

Übertreiben wolle es der 29-Jährige aber nicht - das Training mit Coach Carsten Ariens solle "zwei-, dreimal" in der Woche stattfinden: "Das reicht. Es sind die kleinen Schritte, die sich in diesen Zeiten richtig anfühlen. Impulse setzen, nichts verlernen, das Fitnesslevel halten. Mehr will ich jetzt nicht machen."

Finanzielle Sorgen mache sich Struff angesichts der langen Pause indes keine. Für viele Spieler könnte die Unterbrechung aber durchaus zum Problem werden, so der Warsteiner: "Ab Weltranglistenposition 100 oder vielleicht auch 150 wird es wohl problematisch. Diese Spieler werden zunächst darauf verzichten müssen, mit ihren Trainern und Physiotherapeuten zu reisen. Das ist schon ein Schlag. Dann kommen vertragliche Probleme hinzu. Was ist, wenn die Trainer nicht mehr bezahlt werden können? Es wird ein Kreislauf in Gang gesetzt. Und viele werden auf der Strecke bleiben."

kon