2. Bundesliga

Dynamo Dresden/Erzgebirge Aue: Kickende Frauen und hängende Hundezungen

Terrazzino und Fandrich waren kreativ

Von kickenden Frauen und hängenden Hundezungen

Marco Terrazzino & Clemens Fandrich

Mit Frau und Hund durch die Corona-Krise: Dresdens Marco Terrazzino (l.) und Aues Clemens Fandrich. imago images

Terrazzino: Karolina bringt Ballgefühl mit

Bei Terrazzino dürfte die Sehnsucht nach Fußball ein weniger größer sein als bei seinen Kollegen. Immerhin wurde der Flügelflitzer von Dynamo Dresden schon vor dem Corona-Stopp von einem Muskelfaserriss ausgebremst, was die Zwangspause verlängerte. Doch auch der 28-jährige Deutsch-Italiener blieb im "Homeoffice" nicht untätig.

Erzgebirge Aue - Vereinsdaten

Gründungsdatum

04.03.1946

Vereinsfarben

Lila-Weiß

Dynamo Dresden - Vereinsdaten

Gründungsdatum

12.04.1953

Vereinsfarben

Schwarz-Gelb

Spielersteckbrief Terrazzino
Terrazzino

Terrazzino Marco

Spielersteckbrief Fandrich
Fandrich

Fandrich Clemens

2. Bundesliga - Tabelle
Pl. Verein Punkte
1
Arminia Bielefeld
52
2
Hamburger SV
45
3
VfB Stuttgart
45

Da Laufeinheiten und Stabilitätsübungen schnell Routine wurden, musste eine kreative Alternative her. Zusammen mit seiner Frau Karolina kaufte Terrazzino neben Fitnessgeräten auch kleine Tore und Bälle und band seine Partnerin in die Übungen mit ein. "Sie hat ein gutes Ballgefühl", plauderte Marco aus dem Nähkästchen und trainierte mit Karolina Beine und Birne: "Sie wirft mir den Ball zu uns sagt zeitgleich, wie viele Ballberührungen ich machen muss, bevor ich abschließe. So fordert man auch den Kopf."

Fandrich: Mila zieht voll mit

Während im Hause Terrazzino also sogar der Torabschluss simuliert wurde, wurde im Hause Fandrich ordentlich Spiel-Kondition gebolzt. Aues Athletik-Coach Frank Steinmetz gab den FCE-Profis entsprechende Pläne mit auf den Weg. "Selbst die Spielbelastung wurde simuliert, indem zwölf Kilometer Laufstrecke zurückzulegen waren und immer wieder Sprintintervalle eingebaut wurden", berichtet Fandrich. "Danach warst du zwei Tage platt!"

Geteiltes Leid ist aber halbes Leid, weshalb der 29-jährige Mittelfeldmann einen treuen Begleiter an seiner Seite hatte: "Mein Labrador-Retriever Mila war immer dabei", so Fandrich. "Nach zwölf Kilometern hing auch bei ihr die Zunge runter." Nachdem auch im Erzgebirge wieder Kleingruppentraining möglich ist, freut sich Hündin Mira auf eine verdiente Pause und Fußballer Fandrich auf die Rückkehr auf den Rasen: "Immerhin können wir wieder an den Ball ran. Kein individuelles Training ersetzt diesen Umgang." Auch kein hechelnder Labrador-Retriever.

cru/lb/tn

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