Olympia

Wegen Olympia-Verschiebung: Stefan Kuntz' Problem mit der Altersgrenze

IOC denkt über Lösungen nach

Wegen Olympia-Verschiebung: Kuntz' Problem mit der Altersgrenze

Stefan Kuntz

Wird sich Gedanken machen müssen, wer zu den Olympischen Spielen reisen darf: Stefan Kuntz. picture-alliance

Deutschland hat sich im Fußball für die Olympischen Spiele in Tokio qualifiziert - für viele Spieler hätte das in diesem Sommer ein Highlight werden sollen, doch aufgrund der Corona-Pandemie wird das nicht passieren. Die Spiele finden erst in einem Jahr statt. Und das führt zu einem Problem: Den Regularien zufolge dürfen mit Ausnahme von drei Profis die teilnehmenden Spieler nicht älter als 23 Jahre sein.

Stichtag für 2020 war der 1. Januar 1997, analog dazu würde das bedeuten, dass 2021 nur Spieler gemeldet werden dürften, die nach dem 1. Januar 1998 geboren wurden. Das würde bedeuten, dass DFB-Trainer Stefan Kuntz auf Leute wie Benjamin Henrichs, Maximilian Mittelstädt, Suat Serdar, Jordan Torunarigha oder Florian Neuhaus verzichten müsste.

Die Situation wird geprüft

Ob es wirklich dazu kommt, ist aktuell aber nicht klar. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) überlegt, ob durch die Verlegung auch die Altersgrenze angeglichen wird. Das würde "gerade in Verhandlungen geprüft", erklärte IOC-Sportdirektor Christophe Dubi am Donnerstag in einer Telefonkonferenz mit internationalen Medienvertretern. Die Athletenkommission des IOC spricht sich jedenfalls dafür aus, dass Athleten die Altersgrenzen durchaus "erreichen und überschreiten" dürfen. Eine Lösung soll schon bald präsentiert werden.

Dubi bestätigte ferner erneut, dass die für Tokio 2020 bereits qualifizierten Athleten qualifiziert bleiben und auch 2021 Olympioniken sein werden. Allerdings sei es auch korrekt, "dass die Nationalen Olympischen Komitees das letzte Wort haben und alle Teilnehmer der Olympischen Spiele nominieren müssen".

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