Tennis

Becker hält Wimbledon-Absage für verfrüht

Der 52-Jährige warnt vor einer Corona-Hysterie

Becker hält Wimbledon-Absage für verfrüht

Boris Becker

"Natürlich wird dieses Jahr noch Tennis gespielt": Boris Becker bleibt Optimist. picture alliance

Erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg wurde der Rasenklassiker in Wimbledon abgesagt. Aufgrund des Coronavirus entschieden sich die Veranstalter bereits knapp drei Monate vor dem geplanten Turnierbeginn für diese Option - eine Verschiebung nach hinten war aufgrund der Beschaffenheit des Rasens nicht möglich.

"Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen. Nach einer umfassenden Betrachtung sämtlicher Szenarien sowie unter Berücksichtigung der öffentlichen Gesundheit ist es aber letztendlich die richtige Entscheidung", sagte Ian Hewitt, der Vorsitzende des Veranstalters All England Lawn Tennis and Croquet Club, in einer ersten Stellungnahme.

Becker glaubt an Spielbetrieb in diesem Jahr

Der dreimalige Wimbledon-Champion Becker hält die Absage hingegen für verfrüht. Bereits am Dienstag hatte sich der Deutsche dafür ausgesprochen, mit einer Entscheidung bis Ende April zu warten. "Geduld ist eine Tugend", schrieb der 52-Jährige auf Twitter.

Wir sollten mit der Schwarzmalerei aufhören.

Boris Becker

Ohnehin kritisierte Becker den Umgang mit der Corona-Pandemie: "Das ganze Weltende-Szenario/Armageddon bringt nichts außer Angst!" Zudem glaubt der ehemalige Weltranglistenerste anders als beispielsweise Australian-Open-Turnierdirektor Craig Tiley noch an eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs in diesem Jahr: "Wir sollten mit der Schwarzmalerei aufhören. Natürlich wird dieses Jahr noch Tennis gespielt."

Ob Becker Recht behält, wird sich erst in einigen Monaten zeigen. Vorerst ist die Tennistour jedenfalls bis zum 13. Juli ausgesetzt.

kon