Bundesliga

Matthias Ginter über eine Verlängerung bei Borussia Mönchengladbach

Jeder Spieler wünsche sich "eine Abschlusstabelle"

Neuer Vertrag? Ginter: "Die Gespräche haben Zeit, es gibt jetzt Wichtigeres"

VfL-Verteidiger Matthias Ginter

Er wünscht sich "eine Abschlusstabelle": VfL-Verteidiger Matthias Ginter. imago images

Beim Nationalspieler sieht die Situation wie folgt aus: Ginters Vertrag läuft im Sommer 2021 aus, allerdings besteht für die Borussia die Möglichkeit, die Zusammenarbeit per Option bis 2022 zu verlängern. Gebrauch machen will der Klub von dieser Option jedoch nicht. Am liebsten würden sich die Borussen mit ihrem Abwehrchef auf einen neuen, langfristigen Vertrag verständigen. Aber: Das Thema wird erst zu einem späteren Zeitpunkt wieder intensiviert - zurzeit liegen in Gladbach Transfer- und Vertragsverhandlungen wegen der unsicheren Gesamtlage durch die Corona-Krise mehr oder minder auf Eis. Ginter hat vollstes Verständnis, dass andere Dinge Priorität genießen. "Die Gespräche haben Zeit, es gibt jetzt Wichtigeres. Der Verein muss sich mit dringenderen Themen beschäftigen", erklärte Ginter gegenüber dem kicker (Donnerstagausgabe, hier als eMagazine).

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Dass die Borussen den 26 Jahre alten Verteidiger halten wollen und sich um eine Vertragsverlängerung bemühen, liegt auf der Hand. Ginter, im Sommer 2017 von Borussia Dortmund an den linken Niederrhein gewechselt, hat sich bei den Fohlen zu einem der Top-Leistungsträger und Führungsspieler entwickelt. Entsprechend spielt er auch in den Zukunftsplanungen eine entscheidende Rolle. Die Bereitschaft zur weiteren Zusammenarbeit signalisiert auch Ginter selbst. "Generell kann ich mir vorstellen, langfristig bei der Borussia zu bleiben. Aber schauen wir mal, wie sich die Zukunft darstellt. Jetzt haben andere Themen Vorrang. Keiner steht in dieser Frage unter Zeitdruck", betont er.

Um bestmöglich für eine Fortsetzung der Bundesliga-Saison gewappnet zu sein, arbeitet Ginter zuhause jeden Tag an seiner Physis. Den im Keller eingerichteten Fitnessraum sucht er täglich mehrfach auf. Ginter absolviert in seinem Heim-Gym Krafteinheiten und Teile des Ausdauerprogramms, das im Verein für ihn ausgearbeitet wurde. Extra-Schichten streut er freiwillig ein. "An besonders intensiven Tagen können es so bis zu fünf oder sogar sechs Trainingsstunden werden", berichtet Ginter. "Selbstdisziplin" sei in der Zeit ohne das gewohnte Mannschaftstraining auf dem Rasen gefragt, erklärt Ginter. "Diese Selbstdisziplin muss einfach sein, man will sich ja optimal auf den Tag X vorbereiten."

Der Weltmeister von 2014 wartet jetzt darauf, dass der Ball endlich wieder wie gewohnt rollen darf. "Ich hoffe, dass die Saison zu Ende gespielt wird. Gerade aufgrund der vielen Existenzen, die damit zusammenhängen", sagt er. "Und eine Abschlusstabelle würde, glaube ich, jeder Spieler eher bevorzugen als einen vorzeitigen Saisonabbruch."

Jan Lustig

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