Bundesliga

Gehaltsverzicht der Bayer-Profis überrascht Völler nicht

Leverkusens Spieler entlasten den Klub finanziell

Gehaltsverzicht der Bayer-Profis überrascht Völler nicht

Lars Bender hat den Ball im Blick

Endlich wieder Rasen unter den Füßen: Lars Bender und seine Kollegen trainieren wieder auf dem Platz. imago images

Es ist ein erster ganz kleiner Schritt in Richtung Normalität. Auch wenn diese angesichts der Coronavirus-Pandemie noch meilenweit entfernt scheint. Doch nach der Erlaubnis durch die Landesregierung Nordrhein-Westfalens haben Leverkusens Profis am Mittwoch erstmals seit der durch Covid-19 bedingten Spielpause wieder in Gruppen trainiert - wenn auch in sehr kleinen.

Nachdem sich die Mannschaft mit den Klub-Verantwortlichen und Trainern um 10.30 Uhr in der Bay-Arena getroffen hatte, begaben sich Bender und Co. später auf das Spielfeld des Stadions und absolvierten in Kleinstgruppen Passübungen. Für viele Profis, denen zu Hause die Decke auf den Kopf gefallen war, eine Erleichterung. Endlich wieder Rasen und ein Fußball.

Vor der ersten Einheit nach der Zeit mit Einzeltraining im Home-Office waren Leverkusens Bundesligaspieler, die natürlich nicht gemeinschaftlich duschen, nicht nur über die neuen Abläufe für das Training unterrichtet worden, sondern sie hatten auch selbst einen gemeinsamen Entschluss gefasst: Die Profis verzichten angesichts der gesundheitlichen Krise in Deutschland, die für die Vereine gravierende finanzielle Auswirkungen mit sich bringt, auf Teile ihres Gehalts. Der Verzicht soll dabei in einem ähnlichen Bereich liegen wie beim BVB, der Abstriche von etwa 20 Prozent macht.

Kapitän Lars Bender, der bereits vergangenen Woche in einem Gespräch mit Geschäftsführer Rudi Völler die grundsätzliche Bereitschaft der Mannschaft signalisiert hatte, bei der Bewältigung der Krise mitzuwirken, erklärte am Mittwoch: "Wir haben das in den vergangenen beiden Wochen bereits abgestimmt und uns heute einstimmig darauf geeinigt. Die Mannschaft ist gerne bereit, auf Teile des Gehalts zu verzichten, um den Verein in dessen Bemühungen zur wirtschaftlichen Bewältigung der Corona-Krise zu unterstützen." Laut Völler eine Geste, "die uns nach den Gesprächen der letzten Wochen nicht überrascht".

Ein positives Signal der Bayer-Profis. Während der Klub das Entgegenkommen der Spieler begrüßt, möchte er gleichzeitig bei den Mitarbeitern der Geschäftsstelle keine Sparmaßnahmen vornehmen. Kurzarbeit ist für die "normalen" Angestellten der Bayer 04 Fußball GmbH im April derzeit nicht geplant.

Stephan von Nocks

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