Handball

Torhüter-Legende Sterbik macht Schluss

41-Jähriger kündigt Karriereende an

Torhüter-Legende Sterbik macht Schluss

Arpad Sterbik

Hört mit dem Profi-Handball auf: Arpad Sterbik. imago images

"Diese Entscheidung fällt mir schwer", teilte der 41-Jährige via Instagram mit und gab zu: "Ehrlich gesagt, es würde mir schwerfallen, nach einer langen Pause wieder zurückzukehren." Ganz ohne Wehmut verlässt er die große Bühne aber nicht, das Gegenteil ist eher der Fall: "Ich bedaure, dass ich nicht die Chance erhalten werde, noch einmal ein Final Four in der Champions League zu spielen - ich wäre nur allzu gerne noch einmal CL-Sieger geworden. Aber unter den derzeitigen Umständen ist das nicht mehr möglich."

Aufgrund der Corona-Pandemie pausiert derzeit auch der Handball - und Sterbik ergreift also die Gelegenheit, um einen Schlusspunkt unter seine extrem erfolgreiche Karriere zu setzen. Der Ausnahmetorhüter mit ungarischen Wurzeln startete seine Laufbahn in seinem Geburtsland Serbien bei RK Jugovic, wechselte aber 2001 nach Ungarn zum Topklub Veszprem. Drei Jahre später zog es ihn nach Spanien zu Ciudad Real, wo er endgültig zum Weltklasse-Mann reifte und 2005 gar Welthandballer wurde.

Über Atletico Madrid (2011/12) und den FC Barcelona (2012 bis 2014) führte ihn sein Weg zurück aufs Gebiet des ehemaligen Jugoslawiens - diesmal nach Skopje, der Hauptstadt Nordmazedoniens. Bei Vardar blieb Sterbik vier weitere Jahre und weiter ziemlich erfolgreich. 2018 kehrte er schließlich nach Veszprem zurück. Dort sollte sein in diesem Sommer auslaufender Vertrag aber nicht verlängert werden, sodass ohnehin bereits viel über ein mögliches Karriereende spekuliert worden war.

Mit Spanien glückt der große Wurf

Titel sammelte er reihenweise. Ein paar Zahlen gefällig? 14 Mal nationaler Meister, neunmal nationaler Pokalsieger, viermal Champions-League-Sieger, einmal Europa- und einmal Weltmeister. Im Laufe der Jahre spielte Sterbik für zwei Nationalmannschaften: 120 Einsätze stehen für die Auswahlteams Jugoslawiens, Serbien-Montenegros und Serbiens zu Buche - 1999 und 2001 gewann er mir Jugoslawien jeweils WM-Bronze.

2008 erhielt er die spanische Staatsbürgerschaft und wechselte kurz darauf dann auch den Verband - und mit den Iberern klappte es dann auch mit den großen Titeln: Weltmeister 2013 und Europameister 2018 (da wurde er allerdings erst im Halbfinale aufgrund einer Verletzung nachnominiert).

drm