Bundesliga

Dominick Drexler über Markus Gisdol: "So einen Trainer haben wir gebraucht"

Kölns Mittelfeldspieler beim "kicker meets DAZN"-Podcast

Drexler über Gisdol: "Genau so einen Trainer haben wir gebraucht"

Dominick Drexler ist Spieler des 1. FC Köln.

Kölner Jubelstürme: Für Dominick Drexler und den 1. FC Köln lief es unter Markus Gisdol (r.) bislang richtig gut. imago images

Erfurt, Aalen, Fürth, Kiel - Dominick Drexler durchlief einige Stationen, seit er Bayer Leverkusen im Sommer 2010 verließ. 97 Zweit- und 147 Drittliga-Partien bestritt der Mittelfeldspieler, ehe der Antreiber mit 29 endlich sein Bundesliga-Debüt feierte. Für seinen Heimatklub, den 1. FC Köln. "Verrückt. Ich kann das noch gar nicht so richtig in Worte fassen", berichtet Drexler im "kicker meets DAZN"-Podcast über seine Bundesliga-Premiere. Andererseits: "Man ist inzwischen so erwachsen geworden, dass es gar nicht mehr so spektakulär ist, wie ich es mir vorgestellt hätte mit 17, 18."

Seine erste Bundesliga-Saison begann für Drexler, dem am 2. Spieltag beim 1:3 gegen den BVB sein Premieren-Treffer im Oberhaus gelang, mit dem FC unter Trainer Achim Beierlorzer nicht nach Plan. Als die Kölner mit sieben Zählern aus elf Spielern auf dem vorletzten Platz lagen, musste der neue Trainer Anfang November schon wieder gehen. "Es war einfach der richtige Schritt", meint Drexler in der Rückschau, ohne in Richtung Achim Beierlorzer (inzwischen Coach des 1. FSV Mainz 05) nachtreten zu wollen: "Die Tendenz war einfach sehr, sehr gefährlich. Wenn man zu lange an etwas festhält, ist die Sache vielleicht schon gegessen."

Und der Trainerwechsel funktionierte in Köln bekanntlich. Unter Markus Gisdol gewann der FC bis zur durch die Coronavirus-Pandemie erzwungenen Pause acht von elf Spielen, kann in der Tabelle nun sogar vorsichtig nach oben schielen. "Ich glaube, dass wir genau so einen Trainer gebraucht haben", sagt Drexler über Gisdol, auf dessen Verpflichtung Teile des Kölner Anhangs nicht gerade begeistert reagiert hatten: "Einen sehr autoritären Trainer, der aber auch sehr, sehr menschlich ist. Das ist eine Kombination, die schwierig ist. Das macht er sehr gut."

Wir standen kompakter, wir konnten uns besser helfen und haben uns so ein bisschen in einen Rausch verteidigt.

Dominick Drexler über das Kölner Spiel unter Markus Gisdol

Was aber hat der frühere Hoffenheimer und Hamburger Gisdol anders gemacht als Beierlorzer zuvor? Vor allem stehe der "Effzeh" nicht mehr so hoch wie im Angriffspressing, das Beierlorzer den Kölnern zu verpassen versuchte, betont Drexler: "An sich spielen wir erst mal kompakt - und das ist natürlich schon ein meilenweiter Unterschied." Mit Gisdol habe man vor allem an den Basics gearbeitet. Der größte Unterschied für Drexler: "Wir standen kompakter, wir konnten uns besser helfen und haben uns so ein bisschen in einen Rausch verteidigt."

Hinzu käme das "gewisse Etwas, das man nie so richtig erklären kann, das für die Spieler auf dem Platz aber schon spürbar ist", meint Drexler und nennt als Beispiel den knappen 1:0-Erfolg gegen Werder Bremen kurz vor Weihnachten. "Da trifft Rashica am Ende (in der 82. Minute, d. Red.) nur die Latte", erinnert sich Drexler: "Der wäre am Anfang der Saison wahrscheinlich noch reingegangen und dann hätte Bremen noch 2:1 gewonnen."

In der neuen Folge des "kicker meets DAZN"-Podcasts spricht Dominick Drexler auch über seinen kuriosen Wechsel zum 1. FC Köln. Er verrät, warum es manchmal gar nicht so schlecht ist, fremdbestimmt zu sein, was Kylian Mbappé damit zu tun hat, dass er bei Social Media gar nicht mehr aktiv ist, welche Serie er momentan schaut - und wann er sich in Köln dachte: "Ok, Dome, ab jetzt vorher immer nochmal zum Frisör gehen."

ski

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