Bundesliga

RB Leipzig: Babacar N'Diaye ist Nagelsmanns verlängerter Arm

kicker-Serie, Teil 2: RB Leipzig

Babacar N'Diaye: Nagelsmanns verlängerter Arm

Babacar N'Diaye

Das Sprachrohr des Trainers: Babacar N'Diaye. imago images

Gerade in diesen Zeiten der Ungewissheit ist Babacar N'Diaye (46) besonders gefragt und gefordert. Der frühere Mittelstürmer aus dem Senegal, der unter anderem für den FC St. Pauli und Hannover 96 aktiv war, ist als Teammanager vor allem für die französischsprachige Fraktion im RB-Kader verantwortlich. Mit den Franzosen Dayot Upamecano (21), Ibrahima Konaté (20), Nordi Mukiele (22) und Christopher Nkunku (22) sowie dem Malier Amadou Haidara ist diese Klientel in Leipzig zahlenmäßig besonders stark vertreten.

In normalen Zeiten unterstützt "Baba" die Profis in Alltagsfragen und im Trainingsbetrieb, ist während der Spiele der verlängerte Arm von Trainer Julian Nagelsmann, wenn es darum geht, Anweisungen zu übersetzen. Seit dem Ausbruch der Coronakrise mit Ausgangsbeschränkungen und Kontaktminimierung hingegen ist er vornehmlich als (väterlicher) Freund, Ratgeber und Mutmacher gefragt.

Bei den Spielern findet er nicht nur wegen seiner angenehmen, offenen Art Gehör, sondern vor allem, weil er als früherer Profi mit ausländischen Wurzeln weiß, wovon er spricht und wie die heutige Spieler-Generation tickt. Mit 20 kam N'Diaye aus dem Senegal nach Deutschland, schloss sich anfangs dem Oberligisten 1. FC Union Solingen an. Mit Hannover 96, wo er zum Publikumsliebling wurde, schaffte er 1998 den Zweitliga-Aufstieg und vier Jahre später sogar den Sprung in die Bundesliga, kam unter dem damaligen Trainer Ralf Rangnick in der Saison 2002/03 fünfmal als Joker zum Zug.

Rangnick war es auch, der N'Diaye vor knapp drei Jahren nach Leipzig holte. Da sah er seine Zukunft eher als Trainer, hatte bei Preußen Münster (unter Ralf Loose, Pavel Dotchev und Horst Steffen) und Teutonia Watzenborn-Steinberg (unter Francisco Copado) erste Erfahrungen als Assistenzcoach gesammelt. Das Umsatteln auf den Teammanager-Job aber hat er bis heute nicht bereut.

Oliver Hartmann

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