2. Bundesliga

Hitzlsperger: "Wir wollen in die Wohnzimmer der Leute"

Wie der VfB Stuttgart die Nähe seiner Fans sucht

Hitzlsperger: "Wir wollen in die Wohnzimmer der Leute"

Die Trickkisten-App des VfB erfreue sich "sehr großer Beliebtheit", sagt Thomas Hitzlsperger.

Die Trickkisten-App des VfB erfreue sich "sehr großer Beliebtheit", sagt Thomas Hitzlsperger. imago images

Der Fußball ruht, das gesellschaftliche Leben ebenso, kein aktueller Sport im TV und Kontaktbeschränkungen im Alltag. Die Not ist groß und macht nicht weniger erfinderisch. DFB-Pokal-, Bundesliga- und EM-Spiele als Konserve in den TV-Sendern, eSport-Duelle und Klopapier-Challenges online. Die Anhänger der runden Unterhaltung sind froh über jede Möglichkeit der Zerstreuung - international, national, in der 1. oder 2. Liga.

Verantwortliche und Spieler appellieren über die diversen Social-Media-Kanäle an das Verantwortungsbewusstsein der ausgesperrten Anhänger im Kampf gegen die weitere Ausbreitung des Virus. "Wir sind im Austausch mit unseren Fans", meldet Thomas Hitzlsperger, der unter anderem die neue Trickkisten-App des Vereins hervorhebt.

Die App, die Kindern und Jugendlichen mit digitalen Tutorials der VfB-Profis täglich neue Trainingseinheiten der VfB-Fußballschule anbietet, erfreue sich "sehr großer Beliebtheit". Für den Stuttgarter Vorstandsvorsitzenden "ein voller Erfolg. Es werden viele Tricks gezeigt und hochgeladen." Den Abonnenten werden für zuhause oder den heimischen Garten konzipierte Trainingsimpulse aus den Bereichen Aufwärmen, Athletik, Brain Kinetik oder Technik übermittelt.

Damit nicht genug. Auch anderweitig wolle man mit den Fans, die den Traditionsklub und seine Mannschaft seit Jahren selbst durch schwerste Zeiten tragen, in Kontakt bleiben. "Wir haben noch ein VfB-Quiz und versuchen, kreativ zu sein und in die Wohnungen der Leute zu kommen", erzählt Hitzlsperger. "Damit die Fans wissen, dass wir immer für sie da sind."

George Moissidis

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