Bundesliga

ECA-Chef Agnelli warnt: "Größte Herausforderung für das Fußballsystem"

"Eine existenzielle Bedrohung"

ECA-Chef Agnelli warnt: "Größte Herausforderung für das Fußballsystem"

Andrea Agnelli

Präsident der ECA und von Juventus Turin: Andrea Agnelli. imago images

"Die Pandemie ist eine existenzielle Bedrohung für die europäischen Vereine", heißt es in den Schreiben, aus dem die italienische "Gazzetta dello Sport" zitiert. Er geht von weitrechenden Folgen aus: "Da der Fußball zum Erliegen gekommen ist, sind auch die Einnahmen eingefroren, auf die wir zur Bezahlung unserer Spieler, des Personals und zur Kostendeckung angewiesen sind." Entsprechend dürften die Folgen der Krise noch lange spürbar sein.

Ausnahmen werde es in der Krise keine geben, sagte der gebürtige Turiner, der Karl-Heinz Rummenigge im September 2017 an der Spitze der ECA abgelöst hatte: "Niemand ist gegen diese Krise immun, wir müssen zügig handeln, das ist von wesentlicher Bedeutung. Wir sind mit der größten Herausforderung konfrontiert, die das Fußballsystem jemals bewältigen musste."

Serie A bringt ligaweite Gehaltskürzungen ins Gespräch

Weitere Maßnahmen werden derweil beim italienischen Rekordmeister Juventus Turin, bei dem Agenlli ebenfalls als Präsident fungiert, diskutiert: Auf Vorschlag von Kapitän Giorgio Chiellini denken die Spieler über den Verzicht mehrerer Monatsgehälter nach. Diese sollen dann vom Klub nach der Wiederaufnahme der Meisterschaft nachgezahlt werden. Die Serie A hat bereits eine ligaweite Kürzung der Spielergehälter um 30 Prozent ins Gespräch gebracht.

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pau/sid