Bundesliga

FC Bayern: Ärger um David Alaba - Real Madrid ist interessiert

Verliert der Rekordmeister den Österreicher?

Bayern: Ärger um Alaba - Real Madrid ist interessiert

David Alaba würde gerne mehr verdienen

Verdient er schon bald sein Geld in der spanischen Hauptstadt? Bayern-Verteidiger David Alaba. imago images

Bisher gab es keine Einigung zwischen dem FC Bayern München und dem angestellten Profi mit der Trikotnummer 27, David Alaba (27), dessen Vertrag in München zum 30. Juni 2021 endet. Es soll in den Gesprächen über eine weitere Zusammenarbeit um sehr viel Geld gehen, also eine erkennbare Gehaltserhöhung für diesen Spieler. Doch die Verantwortlichen an der Säbener Straße wollen - und können bei der wegen der Corona-Pandemie veränderten finanziellen Lage - keine Verrücktheiten eingehen und sich notfalls mal von einem Spieler trennen. "Wenn einer nicht will", heißt es nachvollziehbar, "dann muss er halt gehen." Außerdem ist den Münchner Machern bewusst, dass sich ihre Spieler andere internationale Klubs nicht mehr wie gewohnt aussuchen können, weil das Geld in der derzeitigen Krisensituation überall rar ist und keine Planungssicherheit besteht.

Tausch mit Sané? Nicht mit Alaba!

Im Zusammenhang mit der beruflichen Zukunft Alabas wurde nun eine Idee bekannt, die er selbst und seinen für ihn auch in Fußballfragen wichtigen Vater George Alaba ganz und gar nicht begeistert: Die Seite des Bayern-Spielers will auf keinen Fall das angedachte Tauschgeschäft eingehen, das einen Wechsel des FCB-Profis zu Manchester City und dafür einen Transfer Leroy Sanés (24) nach München beinhaltet hätte. Alabas neuer Berater Pini Zahavi (76), der seit kurzer Zeit auch die Interessen Robert Lewandowskis (31) vertritt und im August 2019 dessen Vertragsverlängerung bis 2023 verhandelte, reagierte im kleinen Kreis ebenfalls arg verärgert über die intendierte Tauschaktion. Er gilt als harter Verhandlungspartner.

Alaba zieht es ohnehin nicht nach England in die Premier League, er bevorzugt La Liga in Spanien. Dort interessiert sich Real Madrid für den Österreicher, als Mann für die Abwehr links innen und außen. Beim FC Barcelona ist Alaba hingegen kein Thema, die für ihn infrage kommenden Positionen sind dort vorerst besetzt.

Alaba ist seit dem 1. Juli 2008 beim deutschen Rekordmeister, mit dem er achtmal die deutsche Meisterschaft, fünfmal den DFB-Pokal sowie 2013 die Champions League gewann. Für ihn sind 372 Pflichtspiele mit 30 Toren und 48 Assists gelistet. Zweimal war er Österreichs Sportler des Jahres, sechsmal Fußballer des Jahres im Nachbarland. Alaba gehört zur goldenen Bayern-Generation der 2010er Jahre.

Flick kann der Plan nicht gefallen

Hansi Flick versetzte den Allrounder und Linksfüßer, der zuvor links außen verteidigte und ab und zu auch im Mittelfeld eingesetzt wurde, ins (halblinke) Abwehrzentrum und beförderte ihn sogar zum Abwehrchef. Der Trainer ist von Alabas sportlichen Leistungen und seinem Auftreten in neuer Hauptrolle total begeistert, Alaba ist zum Führungsspieler aufgestiegen. Deshalb kann dem Chefcoach der Plan, Alaba gegen Sané auszutauschen, nicht gefallen.

Karlheinz Wild

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