Bundesliga

1. FC Köln hilft den Kölner Tafeln - "elementar wichtig"

Geschäftsführer Heldt und Wehrle beziehen Stellung

1. FC Köln hilft den Kölner Tafeln - "elementar wichtig"

Alexander Wehrle und Horst Heldt sind Geschäftsführer beim 1. FC Köln.

Präsentieren mit Stolz die neueste, soziale Aktion des 1. FC Köln: Geschäftsführer Alexander Wehrle und Horst Heldt. 1. FC Köln

Wie der 1. FC Köln am Mittwoch auf seiner eigenen Website mitteilt, engagieren sich die Domstädter ausgiebig für die Kölner Tafeln. Helfend zur Seite steht dabei Hauptsponsor "Rewe". Der Kölner Handelskonzern stellt Lebensmittel und Gutscheine für die Menschen zur Verfügung.

"Für die Unterstützung der Kölner Tafeln arbeiten der FC, die Stiftung 1. FC Köln und die 'REWE Group' eng zusammen", lautet es im offiziellen Statement. "Der 1. FC Köln möchte in dieser Lage diejenigen nicht vergessen, die als Bedürftige in unserer Gesellschaft nicht ohne Unterstützung für sich selbst sorgen können. Dazu gehören die Menschen, die auf Lebensmittel angewiesen sind, die sie über die Kölner Tafel bekommen. Viele Ausgabestellen des Vereins haben bereits geschlossen oder werden schließen. Ein Grund dafür ist, dass ein überwiegender Teil der Ehrenamtler der Tafel ältere Menschen sind, die sich besonders vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen müssen. Auch Hamsterkäufe von haltbaren Lebensmitteln erschweren den Tafeln die Arbeit. Der FC wird den drohenden Ausfall der Tafel-Versorgung in Köln im Laufe der kommenden Woche so gut wie möglich ausgleichen."

Das Besondere dabei: Nicht nur Geldmittel in Form von Lebensmitteln fließen in die Tafeln, auch das fehlende Personal wird von den Rheinländern ausgeglichen. So helfen Vereinsmitarbeiter, die aktuell wegen der Bundesliga-Pause weniger zu tun haben, freiwillig mit - auch Profis wie Dominick Drexler haben sich als Helfer einteilen lassen.

"Es gibt genug Menschen, die gar nicht das Geld haben"

Dazu sagt Horst Heldt, ebenfalls FC-Geschäftsführer: "Wir haben einige Ideen und Möglichkeiten, die wir in den nächsten Tagen nach und nach umsetzen werden. Unsere Botschaft ist ganz klar: So wie Köln durch dick und dünn zum FC steht, so steht der FC durch dick und dünn zu Köln und seinen Bürgern." Außerdem halte es der Manager für "für elementar wichtig, dass man seiner sozialen Verantwortung gerecht wird. Es gibt genug Menschen, die gar nicht das Geld haben, um einkaufen zu gehen. Da muss man die Tafel herausheben, deswegen haben wir das zusammen mit der Tafel entschlossen, hier zu helfen. Auch unsere Mitarbeiter, die zurzeit weniger zu tun haben, haben sich sofort dazu bereiterklärt, hier bei der Ausgabe zu helfen. Ich denke einfach, dass ein Verein wie der 1. FC Köln mit seiner Popularität das einfach ausnutzen muss, um hierbei zu helfen."

Kölner Tafel

Helfende Hände bei den Kölner Tafeln: Mitarbeiter und auch Spieler helfen bei der Aktion der Rheinländer. 1. FC Köln

Ergänzende Worte von Alexander Wehrle, FC-Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats: "Die Schwächsten der Gesellschaft sind in der Krise besonders anfällig und auf unsere Hilfe angewiesen. Das wissen wir nicht zuletzt durch die Tafeln Deutschland, für die der FC und die FC-Stiftung sich bereits über die ganze Saison hinweg engagieren. Dieses Engagement weiten wir jetzt im Rahmen unserer Möglichkeiten aus und wollen es schaffen, die Versorgung der Bedürftigen aufrechtzuerhalten."

Unterstützung auch für mobile Versorgung

Neben dem Einsatz für stationäre Versorgungsstellen wird der 1. FC Köln obendrein auch bei der mobilen Versorgung mit Lebensmitteln unterstützen. Sowohl für die Tafeln als auch im Netzwerk des Vereins und der Domstadt. Alte und bedürftige Mitglieder und Fans des 1. FC Köln können sich laut Mitteilung unter "service(at)fc-koeln.de melden, wenn sie Unterstützung bei Besorgungen und Einkäufen benötigen".

mag

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