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Die TuS Dassendorf nimmt einen großen Umbruch vor

Oberliga Hamburg

Die TuS Dassendorf nimmt einen großen Umbruch vor

Julian Barkmann: Von St. Pauli zu Dassendorf

Er hechtet zukünftig für Dassendorf: Torhüter Julian Barkmann, der mit 41 Regionalligaspielen auf dem Buckel von der zweiten Mannschaft des FC St. Pauli kommt. imago

Torjäger Dennis Bergmann von Victoria Hamburg machte vor knapp drei Wochen den Anfang und unterschrieb einen Vertrag bei der TuS Dassendorf. Nun hat die Turn- und Sportgemeinschaft nachgelegt und weitere Neuzugänge in trockene Tücher gepackt.

Spektakulär und mysteriös zugleich klingt die Nachricht, dass ein Drittligaspieler bei der TuS einen Vertrag bis 2023 unterschrieben hat. Da auch im Profifußball viele Angelegenheiten noch ungeklärt sind, will Dassendorf noch nicht mit dem Namen an die Öffentlichkeit.

Fest steht hingegen, dass Mirco Bergmann, Bruder von Dennis Bergmann, einen Kontrakt bis 2022 unterzeichnet hat. Der Defensivspieler steht aktuell noch in Diensten des FC Teutonia Ottensen. In Diensten des FC St. Pauli II steht Julian Barkmann. Der regionalligaerfahrene Torhüter hat ebenfalls bis 2022 beim Tabellenführer der Oberliga Hamburg unterschrieben. Für den linken Flügel kommt Florian Klein (Hamm United FC), während Youngster Marvin Möller mit der Empfehlung von 17 Toren in 17 Spielen vom Bezirksligisten SC Schwarzenbek kommt. Auch dieses Duo hat für zwei Jahre zugesagt. Sogar bis 2023 hat sich Tom Muhlack an Dassendorf gebunden. Der Verteidiger kommt aus der U 19 des Hamburger SV.

Chefcoach Jonny Richter freut sich über die Neuzugänge: "Sie werden uns menschlich und sportlich kurzfristig sowie perspektivisch verstärken." Ligamanager Alexander Knull sieht das ähnlich und kündigt an: "Homogenität und Zusammenhalt werden unsere Trümpfe bleiben, sowohl auf als auch neben dem Feld."

Zwei Urgesteine gehen

Die Neuen werden in Dassendorf nicht mehr auf Ex-Profi Marcel von Walsleben-Schied treffen, der sich mit dem Verein bekanntlich nicht mehr auf eine weitere Zusammenarbeit einigen konnte. Auch die Urgesteine Finn Thomas und Christian Gruhne sind ab Sommer keine Mitglieder des Kaders mehr.

Für Kontinuität steht hingegen das Trainerteam um Chefcoach Jonny Richter, das samt und sonders seine Verträge verlängert hat. Auch einige Spieler des aktuellen Kaders haben ihre Kontrakte bereits langfristig ausgedehnt, zuletzt Marcel Lenz bis zum Sommer 2023. Nach Auskunft des Vereins besitzen neun Spieler Verträge bis 2022 und sechs Spieler sogar bis 2023.

Warum ein vergleichsweise größerer Umbruch nötig wurde, erklärt Sportchef Jan Schönteich: "Neun Spieler des aktuellen Kaders spielten noch unter mir als TuS-Trainer, zu einer Zeit also, die vor gefühlt ganz vielen Jahren 2015 bei unserer TuS endete. Ich meine und hoffe, dass wir hier erfolgsversprechend die ersten Schritte gegangen sind, auch wenn manches sicher auch deutlich weh tut."

stw