Olympia

DFB-Präsident Fritz Keller zur Olympia-Verschiebung: "Richtiger Schritt"

Kuntz registriert Planungssicherheit - Infantino nimmt Stellung

Keller zur Olympia-Verschiebung: "Der richtige Schritt"

Fritz Keller

Begrüßte die IOC-Entscheidung am Dienstag: DFB-Präsident Fritz Keller. picture alliance

DFB-Präsident Keller spricht in einer ersten Stellungnahme auf dfb.de über die Klarheit, die in der "hochkomplexen Frage der Ausrichtung der Olympischen Spiele" nun herrsche. Das IOC um Dr. Thomas Bach habe "die zum jetzigen Zeitpunkt verantwortungsvolle Entscheidung getroffen". Der gesamte Sport, so Keller, ruhe nun vorerst, "um Menschenleben zu schützen. Diese weltweite Solidarität, die derzeit nicht nur die Akteure des Sports leben, ist ein starkes und ermutigendes Zeichen in der Zeit der Krise. Auch wenn es mir für die vielen Sportlerinnen und Sportler, die auf die Teilnahme an den Olympischen Spielen in diesem Sommer hingearbeitet haben und zu denen auch unsere olympische Fußballmannschaft zählt, sehr leidtut, war dieser Schritt zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten angesichts der jüngsten Entwicklungen der richtige."

U-21-Trainer Stefan Kuntz, in Tokio für den deutschen Fußball verantwortlicher DFB-Trainer, bezeichnet die Verschiebung unterdessen als "in der aktuellen Phase genau die richtige Entscheidung". Er habe, was das Fußballturnier in Japan betrifft, ebenso wie alle Sportlerinnen und Sportler "für den Moment Planungssicherheit". Zwar müsse man jetzt noch ein Jahr länger auf das herbeigesehnte sportliche Highlight, viele Begegnungen und kulturelle Eindrücke warten, doch im kommenden Jahr "besteht hinsichtlich Qualifikation und Vorbereitung der Athletinnen und Athleten hoffentlich auch wieder Chancengleichheit. Derzeit gibt es nur ein Ziel: die Gesundheit der Menschen auf der ganzen Welt zu schützen. Danach können wir den Fokus wieder auf den Sport richten", sagt Kuntz.

Infantino: Coronavirus "der große Gegner"

Auch FIFA-Boss Gianni Infantino meldete sich am Dienstag zu Wort und befürwortete die Entscheidung des IOC. "Die FIFA ist der festen Überzeugung, dass die Gesundheit und das Wohlergehen aller mit Sport befassten Personen immer die höchste Priorität genießen sollte, und daher begrüßen wir die heutige Entscheidung des IOC", hieß es in einer Stellungnahme. "Wir haben einen großen Gegner, das ist das Coronavirus. Fußball kommt an zweiter Stelle", sagte Infantino. Wenn die Krise überwunden sei, werden man die Schäden beheben, die die Pandemie für den Fußball angerichtet habe. "Wir werden zurückkommen mit neuen Ideen, neuen Formaten, mit was immer der Fußball braucht, aber jetzt ist es die Zeit, gemeinsam als Team das Coronavirus zu bekämpfen."

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aho